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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Nicht allein.

Ein Brief über die Einsamkeit, alles zu tragen – und über die Angst, die sie von innen aufbaut, Stein für Stein.

Es gibt eine Art Woche, die ich gut kenne: überall Kolleg*Innen, Hilfe auf dem Papier verfügbar – und trotzdem diese stille Buchhaltung, die zum Schluss kommt, dass am Ende alles bei mir landet. Ich habe dieses Gefühl direkt angesprochen – muss ich wirklich alles allein machen?

Die Antwort verweigert die Prämisse gleich zweimal. Erstens: Du bist nicht allein – mit einem Punkt nach jedem Wort. Zweitens: Das Alleinsein wird innen hergestellt – von der Angst, zu versagen, nicht zu genügen, und vom Gefallen-Wollen, das diese Angst am Laufen hält. Der Ausweg ist kein Delegations-Ratschlag; es ist der Satz, zu dem diese Seite immer wieder zurückkehrt: Du bist genug, genau so, wie du bist.

Von dort aus öffnet der Brief einfach wieder die vertraute Tür: Intuition, innere Stimme, Leichtigkeit. Nichts Neues, das du dir verdienen müsstest. Nur etwas, das du aufhören darfst zu glauben.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Du bist nicht allein. Lass es uns wiederholen: Du. Bist. Nicht. Allein.

Das Gefühl, alles allein machen zu müssen, ist in dir, es kommt von dir. Und: Es ist schlicht Angst. Es ist Angst davor, zu versagen. Angst, nicht gut genug zu sein. Und damit ein „gefallen wollen“. Ein Gefühl, dass alles noch besser sein muss, damit du gefällst. Du denkst tatsächlich, dass, wenn alles noch „besser“ ist, dass du dann mehr gefällst. Anerkannt wirst. Dazugehörst.

Lass uns eines klarstellen: Du bist gut genug, genau so, wie du bist. Du bist richtig. Du bist genau da, wo du sein sollst. Genau jetzt. Und wenn du, genau so wie du jetzt bist, richtig bist, dann musst du nichts leisten, um „richtiger“ oder „besser“ zu sein. Du bist bereits richtig. Und du bist auch da, wo du bist, am richtigen Ort, so wie du bist.

Indem du das erkennst und dich voll und ganz akzeptierst, wie du gerade bist, und dich als „richtig“ verstehst – dann kann die Angst, „falsch zu sein“, die Angst zu versagen, sich auflösen. Und du kannst dich wieder von deiner Intuition, deiner inneren Stimme, deinem Gefühl leiten lassen. Kannst wieder der Leichtigkeit folgen und darauf vertrauen, dass sie dich auf deinem Weg führt.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Nachrichten aus dem Nirgendwo
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