Gut genug.
Ein Brief über die Ehrlichkeit, dich zu fragen, was sich gut anfühlt – und, wenn die Antwort nicht reicht, was sich stattdessen gut genug anfühlt.
Loslassen hat den Ruf, sich wie Erleichterung anzufühlen. In meiner Erfahrung tut es das meistens nicht – zumindest nicht am Anfang. Dieser Brief kam in einer Zeit, in der ich meine eigenen Limitationen abgelegt habe, und was zuerst hochkam, war kein Frieden: Es waren Wut, Angst und Zweifel – laut genug, dass ich mich fragte, ob ich das Ganze falsch mache.
Der Brief sagt: habe ich nicht – die Turbulenzen sind Teil des Loslassens. Du lässt die Gefühle zu und richtest dich immer wieder auf die Richtung aus, in die du gehen möchtest – und folgst dabei dem, was sich leicht anfühlt. „Die Kunst des Loslassens“ beschreibt den Boden, auf dem dieser Brief steht; was der Brief hinzufügt, ist die Ehrlichkeit: die Bereitschaft zuzugeben, dass sich etwas nicht gut genug anfühlt – und zu fragen, was sich stattdessen gut genug anfühlen würde.
Wenn du mitten im Loslassen steckst und es lauter ist, als du erwartet hast – dieser Brief ist kurz, und er genügt.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Du bist im Prozess des Loslassens. Loslassen von deinen eigenen Limitationen. Dass Wut, Angst und Zweifel aufkommen, ist normal und Teil dieses Loslassens. Lass diese Gefühle zu und akzeptiere sie – und richte dich gleichzeitig auf die Richtung aus, in die du gehen möchtest. Immer und immer wieder.
Und sei erreichbar für innere Klarheit, Intuition und höre deine innere Stimme. Sie ist deine Führung.
Folge dabei der Leichtigkeit. Was fühlt sich gut an? Stelle dir immer wieder diese Frage. Und antworte dir ehrlich. Und wenn es sich nicht gut genug anfühlt, dann frage dich mit der gleichen Ehrlichkeit: Was fühlt sich stattdessen gut genug an? Und dann richte dich danach aus.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

