Es darf einfach sein.
Wenn etwas Neues bevorsteht, brauchst du keinen Plan – nur Aufmerksamkeit dafür, wo Resonanz entsteht und was sich leicht anfühlt.
Ich habe diese Frage am Abend vor einem neuen Arbeitseinsatz gestellt – die Tasche gepackt, die Notizen bereit, und unter allem die alte Angst: dass ich versagen würde, dass ich nicht genug sein würde.
Der Brief streitet nicht mit der Angst, und er reicht mir keine Strategie. Er sagt: Geh ohne „desired outcome“ hinein – wirklich ohne – und lass die Resonanz navigieren. Was sich schwer oder nicht gut genug anfühlt, ist kein Urteil über dich; es ist schlicht nicht deins. „Wenn die Angst zurückkehrt“ beschreibt dieselbe Bewegung von der Praxisseite her: Angst kann nicht überleben ohne etwas, wovon sie sich nährt – und ein „desired outcome“ ist genau die Nahrung, nach der sie sucht.
Dies ist also ein Brief für den Vorabend von allem Möglichen – für erste Tage, erste Seiten, erste Treffen. Er verlangt weniger von dir, als du erwartest.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Du hast Angst. Angst zu versagen. Angst, nicht genug zu sein. Das weisst du und akzeptierst du – genau so, wie du auch die andere Seite kennst: Hab keinen „desired outcome“. Wirklich KEINEN.
Die richtigen Dinge/Ideen/Menschen/Impulse etc. kommen stets genau zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Form zu dir. Darauf kannst du vertrauen. Denn du bist auf deinem Weg. Solange du nicht willst, sondern der Leichtigkeit folgst und dich der Intuition hingibst – solange wirst du geführt und du kannst loslassen.
Lass los. Kontrolliere nicht. Versuche gar nicht erst zu antizipieren. Lass dich einfach darauf ein und spüre, wo oder zu wem es dich hinzieht. Spüre, wo Resonanz entsteht, und fokussiere natürlich darauf. Wo keine Resonanz ist – oder wo es sich „schwer“ oder „nicht leicht“ oder „nicht gut genug“ anfühlt, das ist nicht falsch und du hast nichts falsch gemacht – das ist schlicht nicht für dich, siehst du?
Folge einfach der Person, dem Thema, das dich „anspringt“ und sich leicht anfühlt. Das ist Führung und Hingabe. Mehr brauchst du nicht zu tun. Erlaube, dass es einfach sein darf, und sei achtsam, wie es sich anfühlt.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan