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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Innerer Widerstand.

Über die Tage, an denen nichts kommen will – und die Liebe, die im Widerstand selbst verborgen liegt.

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Es gibt Wochen, in denen Klarheit sich verhält wie eine kaputte Glühbirne – ein kurzes Flackern, dann wieder Nebel. Ich weiß, was ich mit solchen Wochen mache: Ich behandle sie wie eine Störung. Etwas, das man eingrenzt, durchzieht, bis Freitag repariert.

Der Brief antwortet mit einem Kalender statt einer Reparaturanleitung: Diese Phasen gehören zum Kreislauf des Kreierens, so wie die Ebbe zur Flut gehört. Er setzt genau dort an, wo „Rhythmus“ aufgehört hat – kontrolliere ihn nicht, gib dich ihm hin – und geht dann einen Schritt weiter als das Ertragen: Akzeptanz, bis auf den Grund.

Wenn du gerade im Nebel steckst: Dieser Brief ist kein Ratschlag, wie du herauskommst. Er ist die Erlaubnis, darin zu sein.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Im Moment fühlt sich vieles neblig und verborgen an. Klarheit zeigt sich nur in flüchtigen Momenten – wie eine flackernde Glühbirne. Auch wenn Vertrauen in diesem Moment schwer ist: Du kennst es bereits. Du weisst tief in dir, dass dies zum Kreislauf des Kreierens gehört. Dass solche Phasen Teil des Zyklus sind. Dunkelheit gehört zum Licht. Nacht zum Tag. Ebbe zu Flut. Leermond zum Vollmond. Kein Zustand ist für immer, alles ist im stetigen Wandel. Das gilt für Momente der Klarheit genauso wie für Momente des Leidens. Was hast du über „Rhythmus“ gelernt? Weisst du noch? Ja genau – versuche ihn nicht zu kontrollieren, gib dich ihm hin und akzeptiere, wenn sanftere Töne erklingen wollen. Wenn sich das Lied noch nicht offenbaren möchte. Wenn es „noch nicht Zeit ist“. Oder eben Zeit, um die Verzweiflung der Inspirationslosigkeit zu akzeptieren. Ihn nicht nur zu ertragen – diesen inneren Widerstand, dieses zähflüssige, melancholische Gefühl, diesen Schmerz – sondern ihn anzunehmen. Ihm ein Daseinsrecht zu geben. Vollständig. Und einfach nichts tun und das für den Moment genug sein zu lassen. Auch das ist richtig. Auch das ist genug. Auch darin steckt Liebe. Vollkommenheit. Und damit steckt auch in dieser Verzweiflung, in diesem Schmerz, Klarheit. Wahrheit. Verstehst du es endlich?

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Rhythmus
Es gibt einen Moment, in dem Kreieren aufhört zu fließen und nur noch fertig werden will. Ein Brief darüber, diesen Wechsel zu bemerken – und zu pausieren statt zu drücken.

Wenn Du neu hier bist: Diese Briefe sind Teil einer täglichen Schreibpraxis. Hier weiterlesen.

Nachrichten aus dem Nirgendwo
Eine tägliche Praxis: Ich stelle eine Frage – an das Universum, an die Liebe, an das große Nirgendwo – und schreibe die Antwort auf, die kommt. Hier sind die, in denen es ums Kreieren geht.