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Mit Zärtlichkeit zu dir

Für mich ein Wunder.

Die stärkste Attacke seit zehn Jahren, zwei Tage Nebel – und unter allem der Satz, manchmal denke ich, ich habe das nicht verdient.

Für mich ein Wunder

Eine Panikattacke im Zug – die stärkste seit zehn Jahren – dann zwei Tage Angst und keine Kraft, dann dieselbe Fahrt noch einmal, mit der Unruhe, die schon am Morgen wartet. „Wenn die Angst zurückkehrt“ ist genau für diesen Besuch geschrieben: Vielleicht hast du geglaubt, du hättest es überwunden – und da ist sie wieder, als hätte sich nichts verändert. Aber etwas hat sich verändert – sie sammelt sich und fährt weiter.

Die Mitte des Posts ist aber nicht die Attacke. Es ist der Satz „Für mich ist es ein Wunder“ – Fürsorge zu erfahren und einen alten Reflex antworten zu hören, dass sie das nicht verdient hat. Sie verkleidet den Reflex nicht als Demut; sie benennt ihn als offene Arbeit und bleibt auf dem Weg. Das ist der Boden, den diese Seite unter allem hält: „du bist genug“ war nie ein Lohn für getane Arbeit.

Sie schliesst mit dem alten Versprechen – in Krankheit und Gesundheit – und für einmal klingt die Formel gelebt, nicht geliehen.

Ich habe euch schon erzählt, dass ich früher Panikattacken hatte. Also, diese Woche hatte ich eine schwere Attacke im Zug nach Zürich. So eine starke hatte ich seit 10 Jahren nicht. Ich habe den Kinderwagen geschnappt, bin aus dem Zug gesprungen und wollte in Panik meinen Mann anrufen und ihn bitten, mich abzuholen. Aber dann habe ich mich zusammengerissen und bin doch noch angekommen. Davon erzähle ich etwas später ausführlicher, jetzt will ich etwas anderes teilen.
Nach dieser Situation war ich etwa 2 Tage in einem seltsamen Zustand von Angst, Apathie, Kraftlosigkeit. Und heute sollte ich wieder nach Zürich fahren, um mit einer Freundin spazieren zu gehen, und schon vom Morgen an liess mich die Unruhe nicht los. Und mein Mann hat angeboten, mit mir zu fahren. Er sagte, wenn ich mich so ruhiger fühle, kann er mit mir bis Zürich fahren und wieder zurückfahren.

Vielleicht ist das für die meisten Menschen eine normale Situation. Für mich ist es ein Wunder. Ich bin es nicht gewohnt, dass ein Mann so mit seiner Frau umgehen kann. Ich staune jedes Mal, was für einen ruhigen, feinfühligen, fürsorglichen Mann ich habe. Ich frage mich oft, was er bei mir verloren hat, manchmal denke ich, dass ich so einen Mann nicht verdient habe. Was ich natürlich unbedingt durcharbeiten muss, und ich bin auf dem Weg 😉

Und doch: Jahre der Arbeit an mir selbst, veränderte Ansichten und Ziele, ein schlechtes Beispiel und schmerzhafte Erfahrung haben mich zu meinem Mann geführt. Und ich bin bereit, ihn wieder und wieder zu wählen. Ich brauche niemand anderen, ich danke dem Universum für unsere Begegnung.

Und ich wünsche allen, ihre andere Hälfte zu treffen, die mit euch sein wird, wie man so sagt, in Krankheit und Gesundheit 🩷

Übersetzt aus dem Russischen
von Bella

Danke fürs Lesen.

Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.

– Jan

Woher das kommt:

Der Originalbeitrag
Dieser Beitrag auf Telegram, so wie Bella ihn veröffentlicht hat – auf Russisch.
С нежностью к себе
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Wenn die Angst zurückkehrt
Ein Werkzeug für die Momente, in denen die Angst Dich wieder erfasst. Verfolge sie zurück zu ihrer Wurzel – und finde zurück zur Leichtigkeit Deiner inneren Stimme.

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Mit Zärtlichkeit zu dir
Bella geht denselben Weg mit einer ganz anderen Stimme – ehrlich wie ein Tagebuch, mitten aus dem Leben. Ausgewählte Beiträge aus ihrem Telegram-Kanal, übersetzt aus dem Russischen.