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Mit Zärtlichkeit zu dir

Lass uns Freunde sein.

Eine Fremde am See, ein leichtes Gespräch, Nummern getauscht – und die Rüstung, die Erwachsene gegen neue Menschen tragen, erweist sich als freiwillig.

Erwachsene verlieren nicht die Fähigkeit, Freunde zu finden – sie begraben sie unter Schutz. Bella benennt den Mechanismus in einer Zeile: Aus bitterer Erfahrung klug geworden, suchen wir den Haken. Und die Rüstung, die Enttäuschung draussen hält, hält auch die Frau am See draussen.

Dann streift ein Umzug die Rüstung ab. In einem neuen Land gibt es keinen alten Kreis, in dem man sich verstecken kann – ein neuer Ort, an dem es nur dich gibt – und die Fähigkeit aus der Kindheit ist sofort wieder da: ein leichtes Gespräch, getauschte Nummern, eine Bibliothek voller singender Kinder. „Angst und Kontrolle“ geht denselben Tausch von der anderen Seite durch: was das Wachestehen kostet – und was hereinspaziert, sobald die Rüstung fällt.

Sie endet mit einem Wunsch, der sich wie eine Einladung liest: wie schön wäre es, wenn die Menschen keine Angst hätten, einander kennenzulernen. Keine Technik – nur die Suche nach dem Haken, abgelegt.

Lass uns Freunde sein?

Woher kennt ihr eure Freunde? Höchstwahrscheinlich zum grössten Teil aus der Kindheit/Schule/Uni. Danach vielleicht Arbeit/Hobbys. Und nicht alle haben viele Freunde – oder überhaupt welche.

Ich glaube, ihr habt bemerkt, wie leicht Kinder Freunde finden – wir Erwachsenen dagegen müssen uns anstrengen. Aus bitterer Erfahrung klug geworden, öffnen wir uns nicht gern vor Fremden – und erst recht, wenn jemand wirklich mit uns befreundet sein will, suchen wir sofort den Haken.

Aber alles ändert sich, wenn du in ein anderes Land ziehst. Ein neuer Ort, an dem es nur dich gibt. Und es ist, als würde genau das verbinden.

Gestern waren Sara und ich am See baden; eine Frau mit zwei Töchtern kam auf uns zu, ein leichtes Gespräch, und schon hatten wir Nummern getauscht, und sie hat mich zu einer Veranstaltung in der örtlichen Bibliothek eingeladen. Dort singen die Kleinen, lesen Bücher, und die Mamas lernen sich kennen und unterhalten sich.
Erstens war es gut für Sara, mal andere Menschen als Mama und Papa zu sehen. Für mich, einen geselligen Menschen, ist das ein Rettungsanker. Jetzt habe ich Mädels, mit denen ich bei uns im Quartier spazieren gehen kann, die ich um Rat fragen kann und mit denen ich mich als kleinen, aber echten Teil des Schweizer Lebens fühle) Ja, mit Kindern ist es viel einfacher, Freunde zu finden, aber selbst die Einzelgänger finden hier über die Chats ihren Kreis. Ein Umzug bringt Menschen einander näher, 100%.

Wie schön wäre es, wenn die Menschen keine Angst hätten, einander kennenzulernen – denn wie toll ist es, neue Freunde zu finden 🩵

Übersetzt aus dem Russischen
von Bella

Danke fürs Lesen.

Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.

– Jan

Woher das kommt:

Der Originalbeitrag
Dieser Beitrag auf Telegram, so wie Bella ihn veröffentlicht hat – auf Russisch.
С нежностью к себе
Bellas Kanal auf Telegram – alle ihre Beiträge, auf Russisch.

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Wenn Angst uns lenkt, klammern wir uns an Kontrolle. Doch Kontrolle ist eine Illusion – und es gibt einen Weg aus diesem Kreislauf.

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Mit Zärtlichkeit zu dir
Bella geht denselben Weg mit einer ganz anderen Stimme – ehrlich wie ein Tagebuch, mitten aus dem Leben. Ausgewählte Beiträge aus ihrem Telegram-Kanal, übersetzt aus dem Russischen.