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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Reifen lassen.

Ein Brief über die Zeit zwischen den Wellen – wenn die Intuition schweigt, reift etwas heran, das nur Zeit braucht.

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Zwischen Projekten werde ich innerhalb von Tagen unruhig. Die letzte Welle ist durch, die nächste hat sich noch nicht geformt, und die Zeit dazwischen sortiert sich von selbst unter ein Wort ein, dem ich misstrauen gelernt habe: unproduktiv.

Der Brief nimmt dieses Wort auseinander – es lässt so viel außer Acht, das geschieht, sagt er, und es urteilt. Was wie Stillstand aussieht, sind Vorboten, die ankommen: Ideen, noch diffus, Teile, die sich von selbst zusammensetzen. „Zwischen den Wellen“ hat von dieser Pause die Seite des Körpers erzählt; dieser Brief erzählt die Seite der Arbeit: Es ist ein Reifeprozess, und Reifen lässt sich nicht beschleunigen.

Wenn deine Intuition verstummt ist und du versucht bist, den nächsten Schritt zu erzwingen, dann lass diesen Brief deine Hand ein paar Minuten ruhig halten.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Ach. Wie schwer es manchmal sein kann auf diesem Weg. Wenn die letzte Welle durch ist und die nächste Welle noch nicht da ist, können wir uns leicht verlieren. Die Zeit dazwischen fühlt sich auf den ersten Blick sinnlos an. Unproduktiv – was für ein Wort – es lässt so viel ausser Acht, das geschieht, und ist beurteilend … „unproduktiv“. Die Ideen, Visionen und Bilder, die du gerade empfängst, sind noch diffus. Sie sind Vorboten davon, was kommt. Vorboten der nächsten Welle. Was da in dir heranwächst, braucht Zeit, um anzukommen und sich zu verankern. Es ist ein Reifeprozess. Wenn du gerade nicht spürst, was du als nächstes tun sollst, wenn deine Intuition schweigt – dann gibt es gerade nichts zu tun. Ausser reifen zu lassen. Den Dingen Zeit zu geben, sich zu fügen. Wenn du mit anderen Menschen arbeitest, dann braucht es Rücksicht auf den Rhythmus dieser Menschen. Wir möchten, dass du weisst: Die Dinge sind sich am Fügen. Alle Teile setzen sich zusammen. Bis hierhin ist alles richtig. Du bist auf dem richtigen Weg. Hab Geduld. Lass die Dinge reifen. Gib dem natürlichen Fluss Zeit. Auch das ist Hingabe. Loslassen. Vertrauen.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Zwischen den Wellen
Dein Körper bittet um eine Pause, und du verhandelst – nach dieser Aufgabe, nach dieser Woche, bald. Ein Brief über die Ruhe, die selbst die innere Stimme ist.

Wenn Du neu hier bist: Diese Briefe sind Teil einer täglichen Schreibpraxis. Hier weiterlesen.

Nachrichten aus dem Nirgendwo
Eine tägliche Praxis: Ich stelle eine Frage – an das Universum, an die Liebe, an das große Nirgendwo – und schreibe die Antwort auf, die kommt. Hier sind die, in denen es ums Kreieren geht.