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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Zwischen den Wellen.

Darüber, wie der Körper eine Pause einfordert, über die Weisheit des Nichts-Tuns – und über das Loslassen der letzten Welle, um bereit für die nächste zu sein.

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Seit Tagen war ich erschöpft, und weder Kaffee noch Disziplin konnten meinem Körper etwas anderes einreden. Ich bewegte mich durch die Wohnung wie ein Bär im Winterschlaf – schwer, langsam, halb schlafend am Schreibtisch. Jeder Versuch zu arbeiten führte ins Leere. Mein Körper schlug keine Pause vor. Er forderte sie ein.

In „Die Kunst des Loslassens“ habe ich geschrieben, dass Kontrolle loszulassen nicht heißt, untätig zu werden, sondern auf eine andere Weise zu handeln. Dieser Brief antwortet von der anderen Seite: Manchmal ist das Nichts-Tun die Handlung – und die Ruhe selbst ist die innere Stimme, die spricht.

Wenn dein Körper schon länger um eine Pause bittet und du mit ihm verhandelst – nach dieser Aufgabe, nach dieser Woche, bald –, dann hat dieser Brief genau darauf geantwortet.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Dein Körper fordert eine Pause ein. Manchmal müssen wir es dir unmissverständlich klar machen: Jetzt ist es Zeit zu ruhen.

Auf dieses Signal zu achten gehört auch zum Hören der inneren Stimme. Auch das „Nichts“-Tun ist Intuition. Ist Wahrheit. Es kann nicht „übersprungen“ werden. Im Nichts-Tun liegt Weisheit. Vom Nichts gibt es viel zu lernen. Es hilft dir, wieder ins Jetzt zu kommen. Gedanken zu relativieren. Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Re-frame. Das Nichts-Tun beflügelt somit das Tun. Wir schöpfen neue Kraft. Neue Energie. Neue Inspiration.

Es ist die Zeit zwischen zwei Wellen – du wirst nicht mehr von der vorigen getragen, und die nächste lässt noch auf sich warten. Fühlst du, dass jeder Versuch, jetzt auf das Brett zu stehen, sinnlos ist? Stattdessen geniesse den Augenblick. Erlaube dir zu atmen. Den Prozess der letzten Welle zu integrieren und zu einem Abschluss zu bringen. Es ist Zeit loszulassen. Anhaftung ist eng und diffus. Loslassen öffnet den Raum, schafft Klarheit und neue Leichtigkeit. Erst wenn wir die letzte Welle loslassen, sind wir bereit für die nächste. Und die nächste kommt bestimmt. Hab Vertrauen. Lass los. Komm ins Jetzt. Atme. Spüre, auf was du Lust hast. Und tu einfach nur das. Mehr braucht es gerade nicht. Das ist genug. Du bist genug. Und du bist am richtigen Ort. Genau jetzt.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Die Kunst des Loslassens
Loslassen heißt nicht aufgeben. Wie der Verzicht auf Kontrolle zu mehr Freiheit, Vertrauen und innerer Ruhe führt – ohne in Passivität zu verfallen.

Wenn Du neu hier bist: Diese Briefe sind Teil einer täglichen Schreibpraxis. Hier weiterlesen.

Nachrichten aus dem Nirgendwo
Eine tägliche Praxis: Ich stelle eine Frage – an das Universum, an die Liebe, an das große Nirgendwo – und schreibe die Antwort auf, die kommt. Hier sind die, in denen es ums Kreieren geht.