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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Liebst du dich?

Über den Mut, die Augen zu schließen und der inneren Stimme zu vertrauen, bis sie deine eigene wird – und über die Frage, die am Ende wartet.

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Die Augen zu schließen und nach innen zu hören klingt nach der einfachsten Anleitung auf dieser Seite. Ist sie aber nicht. Es braucht mehr Mut als all das Tun. Jedes Mal, wenn ich mich hinsetze, um einen dieser Briefe zu empfangen, gibt es einen Moment, in dem ich mich entscheiden muss: Vertraue ich der Stimme, die zu sprechen beginnt, oder unterbreche ich sie – prüfe, redigiere, frage mich, ob ich mir das alles nur ausdenke? An manchen Tagen gewinnt der Zweifel, und alles, was ich mit geschlossenen Augen höre, ist mein eigener Kommentar. Oder eine Einkaufsliste.

Dieser Brief geht diesem Zweifel an die Wurzel: Die Stimme kann sich nur dort in ihrem ganzen Volumen entfalten, wo alles in dir da sein darf – dieselbe Bewegung, die die Meditation „Ganz sein“ Zeile für Zeile durchgeht und allem in dir nicht nur ein „Duldungsrecht“, sondern ein volles „Daseinsrecht“ gibt. Der inneren Stimme zu vertrauen ist, wie sich zeigt, keine Technik. Es steht und fällt damit, wie du mit dir selbst umgehst.

Und dann endet der Brief mit einer Frage, die ich nicht habe kommen sehen. Sie hat diesem Beitrag seinen Titel gegeben – aber lass sie dich am Ende erreichen, dort, wo sie hingehört.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Wir wissen, wie schwer es ist. Wie viel Mut es braucht. Einfach die Augen zu schliessen – nicht um den Kopf in den Sand zu stecken –, sondern um bewusst zu werden; einfach die Augen zu schliessen. Zu atmen. Hinzuhören. Und der Stimme, die da spricht, vollständig und ganz zu vertrauen. So sehr, dass diese Stimme zu deiner Stimme wird. Und aus tiefer Wahrheit durch dich spricht. Absichtslos. Ohne Erwartungen. Wertvoll, einfach weil sie ist, weil sie authentisch ist. Weil sie aus Liebe spricht. Und das genügt.

Diese Stimme kann sich in ihrem ganzen Volumen entfalten, wenn du erkennst: Das bist du. In deiner reinen Essenz. In voller Akzeptanz aller deiner Aspekte. Ohne Kontrolle. Ohne Angst. Aus tiefem Vertrauen.

Ja, wir wissen, wie schwer es ist. Aber du weisst auch, wie schön es ist. Wie es gleichzeitig schwer und federleicht ist. Es gibt keine Abkürzung, aber es gibt Hilfe. Weggefährten. Leuchttürme. Wir sind da. Wir begleiten dich. Wir lieben dich. Liebst du dich?

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Ganz sein – Geführte Meditation
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