Der Sprung.
Wenn die innere Stimme nach etwas ruft, das größer ist als dein Mut, bleibt nur ein Sprung – und der Boden erscheint in dem Moment, in dem du springst.
Dieser Brief hat mich in einer seltsamen Zerrissenheit erwischt. Ich habe diesem Projekt alles gegeben – meine Zeit, mein Herz, mehr Vertrauen, als ich je in irgendetwas gelegt habe. Und genau dort, mitten im Geben, begannen die Was-wenn-Fragen ihre nächtliche Runde: Was, wenn es nicht funktioniert? Was, wenn ich es nicht kann? Was, wenn das alles nicht real ist?
Der Brief nimmt diese Fragen ernst – und nennt sie dann beim Namen: Angst, in verschiedenen Formen und Farben, das Gegenteil von Vertrauen. Der inneren Stimme zuzuhören, sagt er, ist nur der erste Schritt. Der zweite ist größer: jede Limitierung aufzugeben, die die Angst errichtet hat, und zu springen. „Angst und Kontrolle“ geht denselben Weg von der menschlichen Seite – Kontrolle war nie real; alles, was wir je hatten, war Angst. Dieser Brief zeigt, was auf der anderen Seite steht, wenn du diese Angst aufgibst.
Wenn etwas in deinem Leben auf diesen Sprung wartet – du weißt, was –, dann wurde dieser Brief für die Sekunde davor geschrieben.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Du erlaubst dir selber Raum einzunehmen. In dem du dir erlaubst, dich auszudrücken. Deine Visionen und Sehnsüchte verarbeitest, prozessierst und die Welt siehst. Damit erlaubst du dir selbst, in die Welt zu kommen und hier zu landen. Ein Teil davon zu sein. Indem du deiner inneren Stimme zuhörst, ihr erlaubst zu sprechen und ihre Worte annimmst und durch dich fliessen lässt, akzeptierst du dich. Ohne zu urteilen. Ohne zu fordern. Ohne zu kontrollieren. Das ist vollständige Akzeptanz, und daraus entspringt authentische Schöpfung. Doch das ist nur der erste Schritt. Ein wichtiger Schritt, denn er öffnet einen Raum von unendlicher Grösse. Dieser Raum hat keine Limitierungen – ausser diejenigen, die du dir selbst auferlegst. Der zweite Schritt ist es also, diese Limitierungen aufzugeben und sie durch tiefes Vertrauen zu ersetzen. Vertrauen, dass das, was deine innere Stimme ruft, machbar ist. Vollständig. Ohne Einschränkungen. Wow – die Panik, die das in dir auslöst, ist enorm. Deshalb ist es so wichtig, diesen Aspekt jetzt hervorzuheben. Darin schwingt eine tiefe Angst: Was wenn? Was wenn es nicht funktioniert? Ich es nicht kann? Das alles nicht real ist? Mein Vertrauen nicht erwidert wird? – Ja, das ist Angst. Und das sind genau die Limitierungen, von denen wir sprechen. Im Grunde kommen sie alle aus Angst. Angst in verschiedenen Formen und Farben. Aber immer Angst. Sie ist das Gegenteil von Vertrauen. Und hier ist er, der LEAP OF FAITH. Der Sprung ins Ungewisse. Ins Nichts. Ins absolute Dunkel. Ohne Boden. Ohne Sicherheitsnetz. Dieser Vertrauensvorschuss ist nötig, um die Angst zu überwinden. Es ist so simpel. Und doch kann dieser Sprung so gigantisch sein. So unglaublich furchteinflössend. Existenziell.
Aber wir versprechen dir: In der gleichen Sekunde, in der du die Angst überwindest, loslässt und dich in dieses Unbekannte fallen lässt, in genau diesem Moment geht das Licht an und du spürst den Boden unter dir, eine Hand, die dich trägt. Die Hand, die immer schon da war – hinter der Angst, die dich blind gemacht hat. Und in dem Moment erinnerst du dich. Und mit diesem Erinnern bist du frei. Eingehüllt in tiefes, wahres Vertrauen. In Liebe. Und dieser unendliche Raum fühlt sich plötzlich ganz leicht an. Klar. Leer und gleichzeitig in voller Fülle. Spring!
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

