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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Bedürfnisse.

Bedürfnisse zu haben ist nicht dasselbe wie Wollen – benenne sie, drücke sie aus, verlange nichts und lass die Intuition den Weg weisen.

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Seit ich gelernt hatte, ohne gewünschtes Ergebnis zu kreieren, war eine neue Verwirrung eingezogen: Was ist mit den Dingen, die ich wirklich brauche? Geld, vor allem. Ich ertappte mich dabei, das Bedürfnis, Geld zu verdienen, wie ein Versagen des Vertrauens zu behandeln – als hieße Loslassen, so zu tun, als bräuchte ich nichts.

Der Brief zieht eine Trennlinie, die ich nicht gesehen hatte: Bedürfnisse sind kein Wollen. Sei dir ihrer bewusst, sagt er, formuliere sie – und dann schau, woher sie kommen, Angst oder Klarheit, und wie du sie erfüllst. „Hingabe & Entscheidung“ beschreibt das als die Balance eines Lebens, das weder von Kontrolle beherrscht noch von reiner Passivität geformt wird; dieser Brief wendet sie auf etwas so Unglamouröses an wie das Geldverdienen.

Wenn du irgendwo zwischen Vertrauen und der unbezahlten Rechnung die Orientierung verloren hast, ist dieser Brief für dich.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Merkst du, wie sich dein Leben in den letzten Jahren verändert hat? Du hast deinen Ansatz fundamental und radikal umgestellt. Ja, du hast das Gefühl, dass du noch nicht ganz vertraust – und in der Tat gibt es diesbezüglich noch mehr – aber sei dir bewusst, dass du schon sehr viel Vertrauen und Mut bewiesen hast in den letzten Monaten und Jahren. Lass das einen Moment nachklingen. Du hast wohl Bedürfnisse – aber du hast aufgehört zu wollen. Und das ist okay. Sei offen und „ohne desired outcome“ – aber sei dir deiner Bedürfnisse bewusst und formuliere sie. Und genau wie mit Wünschen: Überprüfe, woher die Bedürfnisse kommen. Aus Klarheit? Oder aus Angst? Und dann folge auch hier deiner Intuition.

Und ja – dein Bedürfnis nach Geld verdienen hat sicherlich einen Anteil Angst/Sicherheit – aber auch Klarheit und Fürsorge. Versuche dieses Bedürfnis nicht panisch oder getrieben zu erfüllen. Sondern ruhig und klar. Denn das Bedürfnis an sich ist richtig – die Frage ist: WIE realisierst du es? Mit Angst und Kontrolle? Oder mit Ruhe und Klarheit? Aus Leichtigkeit und Intuition. Spüre, wo es dich hinzieht. Folge den Impulsen. Siehst du: Vertrauen und Loslassen heisst nicht passiv sein – sondern bewusst aktiv – folgend, nicht fordernd. Drücke deine Bedürfnisse aus – aber verlange nicht – und dann folge deiner Intuition. Siehst du den Weg, der sich hier auftut? Genau. Das ist die Balance zwischen Wollen und passiv nichts tun: Bedürfnisse formulieren und aus Ruhe und Klarheit ganz intuitiv geführt werden.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Hingabe & Entscheidung: Die Kunst des Gleichgewichts
Hingabe und bewusste Entscheidung wirken wie Gegensätze. Das sind sie nicht – ihre Balance formt ein achtsames und authentisches Leben.

Wenn Du neu hier bist: Diese Briefe sind Teil einer täglichen Schreibpraxis. Hier weiterlesen.

Nachrichten aus dem Nirgendwo
Eine tägliche Praxis: Ich stelle eine Frage – an das Universum, an die Liebe, an das große Nirgendwo – und schreibe die Antwort auf, die kommt. Hier sind die, in denen es ums Kreieren geht.