Verankert.
Wenn die Praxis endlich funktioniert, ist das nicht die Ziellinie – es ist der Moment, sie zu kultivieren, bis sie von selbst hält.
Lange Zeit war es Anstrengung, mich auf meine innere Stimme auszurichten – etwas, das ich mit geschlossenen Augen und voller Aufmerksamkeit getan und irgendwo zwischen Frühstück und der ersten E-Mail wieder verloren habe. Seit Kurzem ist es einfach da: Ruhe, Klarheit, eine Gewissheit, was zu tun ist. Mein erster Impuls war, es Ankommen zu nennen.
Der Brief spiegelt mir genau diesen Zustand – und statt zu gratulieren, gibt er die eine Anweisung, die zählt: Kultiviere das. Was angekommen ist, kann wieder gehen; es bleibt durch Übung, bis es tief genug verankert ist, um automatisch zu passieren. „Ganz sein – Geführte Meditation“ ist genau diese Praxis in geführter Form – das Ausrichten und Verbinden, das der Brief benennt. Und die Gewissheit, von der er spricht – dass das, was sich gut anfühlt, auch gut ist –, steht auf derselben ehrlichen Frage, die „Gut genug“ geübt hat.
Wenn die Praxis endlich auch dich trägt, ist dieser Brief für genau diesen Tag – nicht, um das Ankommen zu feiern, sondern um weiterzugehen.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Du bist ruhig. Du bist in Klarheit. Du bist im Frieden. Du bist du.
Du hast entdeckt, wie du dich auf dein Inneres ausrichten kannst. Dich mit Erde und Universum verbindest. Dich führen lässt. Nun kannst du aus dieser inneren Wahrheit heraus handeln. Aus der Gewissheit heraus, dass das, was sich gut anfühlt, auch gut ist.
Kultiviere diese Praxis. Bis sie so sehr verankert ist, dass sie automatisch passiert.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

