Rechtzeitig anhalten.
Drei Fahrten in die Klinik, drei verschlossene Türen – und ein Lachen im Stau, als sie die Antwort erkannte.
Bella und die Impftermine: drei Anläufe, und jedes Mal kam etwas dazwischen – fehlende Tropfen, eine Klinik, die auf Zeit spielt, und schliesslich ein Stau, wenige Minuten nachdem sie innerlich gesagt hatte: Wenn es gerade jetzt nicht gebraucht wird, kommt etwas dazwischen. Und dann geben wir uns dem einfach hin. Sie hat im Taxi laut gelacht. Als hätte das Universum gesagt: ich habe euch gehört.
Du kannst ihr Schutzritual lesen, wie du willst – dieser Weg verlangt keinen Glauben. Was ihre Geschichte tatsächlich übt, braucht gar kein Ritual: bitten, dann das Ergebnis loslassen, dann das, was geschieht, als Antwort nehmen. „Ein radikaler Gedanke“ geht über denselben Boden – ein Timing, zu rhythmisch für Zufall, eine Führung, die durch das spricht, was geschieht, statt durch Argumente. Und ihre letzte Zeile ist das Präziseste daran: Manchmal geht es beim Schutz darum, rechtzeitig anzuhalten und die Ereignisse sich so fügen zu lassen, wie es nötig ist.
Sie nennt die Zeichen sanft, aber sehr klar. So kommen sie meistens.
Heute habe ich wieder einmal gesehen, wie fein und genau das Universum mit uns redet.
Wir mussten Sara impfen lassen. Drei Spritzen und Tropfen.
Vor der ersten Fahrt haben mein Mann und ich einen Schutz gemacht. Wir kommen in die Klinik – alles da, nur die Tropfen nicht. Wir haben uns angeschaut, so nach dem Motto: na ok, also hat der Schutz gewirkt.
Ich mache einen Termin in einer zweiten Klinik, in Krylatskoje. Vor der Fahrt mache ich wieder den Schutz. Wir kommen an, und dort halten sie uns hin und sagen, wir sollen in einem Monat wiederkommen.
Ich fange schon an zu lächeln.
Ich mache zum dritten Mal einen Termin. Wir fahren. Im Taxi machen mein Mann und ich wieder den Schutz, und innerlich sage ich mir: Wenn sie diese Impfung gerade jetzt nicht braucht, kommt ganz bestimmt etwas dazwischen. Das Medikament wird fehlen, es wird einen Stau geben und so weiter.
Und dann geben wir uns dem einfach hin.
Und buchstäblich ein paar Minuten später stehen wir in Kunzewo in einem fürchterlichen Stau.
Und in diesem Moment habe ich gelacht.
Als hätte das Universum gesagt:
ich habe euch gehört.
Manchmal geht es beim Schutz darum, rechtzeitig anzuhalten und die Ereignisse sich so fügen zu lassen, wie es nötig ist.
Ich lerne das immer mehr.
Und ich danke dem Universum für solche sanften, aber sehr klaren Zeichen.
Danke fürs Lesen.
Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.
– Jan