Meine Mutterschaft.
Die Kleine wird sich kaum erinnern, wer ihr die Windeln gewechselt hat – erinnern wird sie sich, gehört und geliebt worden zu sein. Mutterschaft, definiert nicht durch Pflichten, sondern durch Präsenz.

Bella beginnt mit einer Frage, die einfach klingt: Was ist Mutterschaft? Windeln, Füttern, schlaflose Nächte – die Liste, die jeder aufzählen würde. Ihre Antwort geht ganz woanders hin: Ihre Tochter wird sich an all das kaum erinnern. Was bleibt, sind die Gespräche, die Umarmungen, das Gefühl, gehört und geliebt zu werden. Mutterschaft ist für sie Präsenz – wirklich bei ihrem Kind sein, nicht nur in seiner Nähe.
Zwei Dinge in diesem Post sind diese Seite im Kleinen. Sie weigert sich, den Weg anderer zu verurteilen – jede Form von Mutterschaft hat ihre Daseinsberechtigung, schreibt sie, und genau das behauptet dieser Weg über alles: Nichts muss repariert werden; was ist, darf sein. Und wenn der Zweifel kommt – müde, in Tränen, mit der Frage, ob sie als Mutter einfach nichts taugt –, dann beantwortet ihn keine bessere Routine. Ihn beantwortet ein Blick: Auge in Auge, und zwischen den beiden steigt eine Kraft auf, die keine von ihnen allein hervorbringt. „Ganz sein“ übt genau diese Bewegung – vom Denken zum Fühlen, von der Trennung zur Verbindung.
Der Rest gehört ihr: das erste Lächeln, die ersten kleinen Laute, die noch nicht einmal ein „Agu“ sind – und eine Antwort, die sie nicht nachgeschlagen, sondern gelebt hat.
🌸 Mutterschaft
Was ist Mutterschaft? Windeln wechseln? Stillen? Nachts nicht schlafen?
Die Kleine wird sich kaum daran erinnern, wer ihr die Windeln gewechselt und den Po gewaschen hat. Eher wird sie sich an die Gespräche erinnern, an die Umarmungen, an das Gefühl, gehört und geliebt zu werden.
Viele fragen sich: Wozu überhaupt Kinder bekommen, wenn die ganze Zeit eine Nanny mit ihnen verbringt? Ich verurteile niemanden und dränge mich nicht mit Ratschlägen auf – jede wählt ihre eigene „Mutterschaft“, und alle ihre Formen haben ihre Daseinsberechtigung.
Was ist Mutterschaft also für mich?
Sie ist Arbeit.
Nicht wütend werden über ihr Schreien, als würde sie es absichtlich machen.
Versuchen zu hören und zu verstehen, was sie mit ihren Tränen „sagt“.
Ihre Gesten bemerken und verstehen, was sie will und was sie fühlt.
Nicht am Handy hängen, während sie neben mir liegt, sondern wirklich bei ihr sein.
Und ja, sogar mit einem Baby, das erst einen Monat alt ist, gibt es viele interessante Dinge, die man zusammen tun kann.
Mitfühlen, wenn ihr etwas wehtut.
Lachen, wenn etwas lustig ist.
Und das Schönste – zusehen, wie sie mit jedem Tag wächst und Neues lernt.
Vor kurzem hat sie angefangen zu lächeln. Noch nie im Leben habe ich mich so über ein Lächeln gefreut.
Und heute lag sie zum ersten Mal da und hat mit sich selbst „geredet“. Es ist noch nicht einmal ein „Agu“ – einfach süsse, neue Laute. Und mein Herz schmilzt.
Ich bin dem Schicksal dankbar, dass ich gerade nicht arbeite und diese Zeit mit meiner Tochter verbringen kann.
Ja, ich werde müde. Ab und zu weine ich. Manchmal scheint es mir, dass ich als Mutter nichts tauge oder einfach nicht bereit bin, Mama zu sein.
Aber dann schaue ich sie an, lächle ihr zu, wir sehen uns in die Augen – und zwischen uns entsteht eine unglaubliche Kraft. Eine Kraft, die sie mir gibt.
Genau das ist meine Mutterschaft.
Danke fürs Lesen.
Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.
– Jan