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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Der Wind.

Über den Unterschied zwischen Handeln aus Intuition und Handeln, weil du denkst, du müsstest – und über den Mut, nichts zu tun, bis der Wind zurückkehrt.

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An manchen Tagen setze ich mich an die Arbeit, und nichts zieht mich – nur der nagende Gedanke, dass ich etwas tun sollte. Also erzwinge ich es: noch ein Entwurf, noch eine Entscheidung, noch ein Plan aus reinem Pflichtgefühl. Es wird nie richtig, und es fühlt sich auch nie richtig an.

Dieser Brief trifft die Unterscheidung, die ich in diesen Momenten immer wieder übersehe: Echtes Handeln hat Wind in den Segeln – der Impuls kommt leicht, und Denken und Anstrengung folgen ihm. Handeln, das nur aus dem „Ich muss handeln“ geboren ist, findet im Widerstand statt, ohne Richtung. „Der Schöpferische Prozess“ zeigt, wie Schöpfung fließt, wenn sie getragen wird; dieser Brief fügt die schwerere Hälfte hinzu: den Mut, nichts zu tun, bis der Wind wieder aufkommt.

Wenn du gerade in einer Flaute liegst und es Faulheit nennst, ist dieser Brief für dich.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Deine Gedanken drehen sich um die richtigen Fragen. Spüre bei jeder einzelnen nach: Stellt sich diese Frage aus Angst? Aus Stolz? Aus Hass? Aus Gier? Oder stellt sie sich aus Liebe, aus Intuition, ganz ohne Absicht – einfach, weil die Frage gefragt werden will und beantwortet werden muss. Und kommt die Antwort intuitiv? Oder musst du sie forcieren? Kommt sie leicht? Oder ist da Widerstand?

Diese Differenzierung ist schwierig, da sie oft ganz subtil ist. Aber sie zu meistern ist wichtig. Du wirst es lernen und wir helfen dir dabei. Du bist auf dem richtigen Weg.

Intuitiv handeln heisst nicht, dass wir bei der Handlung selbst nicht denken müssen oder Herausforderungen meistern müssen – aber der Impuls kommt leicht und intuitiv, und der Wind in den Segeln, der uns durch die Handlung trägt, ist leicht.

Wenn wir aber diesen Impuls oder diesen Wind gar nicht spüren und die Quelle der Handlung nur das Gefühl „handeln zu müssen“ ist – dann fehlt der intuitive Teil. Es fehlt der Wind, der uns trägt; der Strom, der die Richtung vorgibt. Und unsere Handlung findet im Widerstand statt, ohne authentische Richtung. Ohne Fluss.

Solche Handlungen entstehen, wenn wir aus Angst bzw. aus dem Kopf heraus handeln, weil wir denken, dass wir handeln müssen. Vielleicht ist es in diesen Momenten einfach Zeit, nichts zu tun; zu warten, innezuhalten. Den Dingen Zeit zu geben.

Und dieses Nichtstun gehört genauso zum Kreieren wie das Tun. Es ist nur viel schwieriger. Hab Mut zum Nichtstun. So lange, bis der Wind wieder aufkommt.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Der schöpferische Prozess
Wie aus Inspiration Manifestation wird – der schöpferische Prozess als lebendiger Tanz zwischen Intuition und Ausdruck, Herz und Verstand.

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