Die offene Tür.
Über den Mut, um das zu bitten, was du brauchst – und die Antwort, dass es kein würdig oder unwürdig gibt, weil es dir so oder so zusteht.
Geld war das Letzte, was ich in die Briefe zu bringen wagte. Wochenlang bin ich darum gekreist: Zu fragen fühlte sich an wie eine Prüfung, die ich verlieren konnte. Wenn nichts antwortete – oder wenn die Antwort Nein war – würde vielleicht alles auseinanderfallen, was ich hier geschrieben hatte. An dem Morgen, an dem ich endlich gefragt habe, hat es mich mehr Überwindung gekostet als je eine leere Seite.
Die Antwort hat nicht verhandelt. Sie sagte über Würdigkeit das, was ich am wenigsten erwartet hatte: Es gibt kein würdig oder unwürdig – es steht dir so oder so zu, denn Liebe gibt ohne Bewertung. Die ganze Frage, vor der ich Angst gehabt hatte, löste sich bei der ersten Berührung auf. Der Manifest-Guide ist genau für diese Art des Bittens da: ehrlich eine Intention zu formen und hinzuhören, was zurückkommt.
Wenn es einen Wunsch gibt, den du noch nicht laut auszusprechen gewagt hast – ob Geld oder etwas ganz anderes –, dann ist dieser Brief das, was meinem geantwortet hat.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Dein Wunsch steht dir zu. Du darfst dein Leben so leben, wie es dein Herz begehrt, wo es dich hinzieht, und das machen, was sich für dich gut anfühlt. Und ja, du lebst in einer Welt, in der dafür Geld nötig ist. Und diese Mittel, dieses Geld, steht dir zu. Denn du bist wahrhaftig. Du gehst den Weg der Liebe.
Aber weisst du – es steht dir so oder so zu. Es gibt kein würdig oder unwürdig. Kein richtig oder falsch. Kein gut oder schlecht. Liebe liebt ohne Bewertung. Liebe gibt ohne Bewertung.
Fülle ist da, zu jedem Zeitpunkt. Wir müssen nur bereit dafür sein. Du bist bereit. Die Türe ist offen. Geh hindurch – denn du selbst hast sie geöffnet. Wir lieben dich.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

