Der Ozean der Möglichkeiten.
Sag, was sich gut anfühlt, sag, was nicht, und benenne, was du stattdessen möchtest – so steuerst du durch einen Ozean der Möglichkeiten.
Dieser Brief kam, während in meinem Posteingang ein Angebot unbeantwortet lag – ein Projekt, das ich grösstenteils wollte, zu Bedingungen, die ich nicht wollte. Tagelang habe ich das Paket als Ganzes abgewogen: Ja zu allem oder Nein zu allem. Irgendwo unterwegs hatte ich vergessen, dass es eine dritte Antwort gibt – dieser Teil ja, dieser Teil nein, und hier ist, was ich stattdessen möchte.
Was der Brief sagt, ist schlicht: Was dich findet, ist eine Opportunität, und du steuerst nach dem Gefühl – du benennst, was sich gut anfühlt, du benennst, was nicht, und du formulierst, was du stattdessen möchtest, bis sich das Ganze richtig anfühlt. Es ist dasselbe Wählen, das „Bis es sich richtig anfühlt“ hinter geschlossenen Augen übt – hier nach aussen gewendet, auf das, was das Leben dir tatsächlich in die Hände legt. Und er fügt „Surfen im Ozean der Wahrheit“ eine Zeile hinzu: Die Wellen, die dich erreichen, sind nicht nur da, um sie zu reiten oder vorüberziehen zu lassen – du darfst ihnen antworten.
Wenn dir gerade etwas im Schoss liegt – ein Angebot, eine Anfrage, ein Plan, der fast stimmt – lies das hier, bevor du antwortest. Du musst nicht das Ganze nehmen, und du musst auch nicht absagen.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Was den Weg zu dir findet, ist immer eine Opportunität. Was du damit machst, liegt ganz bei dir. Und dabei geht es darum, deinem Gefühl zu vertrauen. Du kannst sagen: „Das fühlt sich gut an, das nicht“ und dann formulieren, was du stattdessen möchtest, damit es sich als Ganzes gut anfühlt. SO navigierst du in diesem unendlichen Ozean der Möglichkeiten.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

