Schritt für Schritt.
Über große Zukunftspläne, das Bedürfnis des Verstandes, zu kontrollieren, was noch nicht ist – und die Zukunft, die aus dem Jetzt entsteht, Schritt für Schritt.
Tagsüber habe ich kreiert, Schritt für Schritt, und es war genug. Nachts hat mein Verstand die Fünfjahresversion geschmiedet: was aus dieser Arbeit werden würde, wie sie wachsen würde, was ich richtig machen müsste, damit es so kommt. Mit einem Fahrplan wachzuliegen ist immer noch Wachliegen.
Die Antwort des Briefes ist fast schon komisch einfach: Keep doing what you're doing. Du hast Zeit. Was sein wird, ist noch nicht – die Zukunft wird nicht im Kopf gebaut, sie entsteht aus dem Jetzt, ein Schritt nach dem anderen. Planen, sagt der Brief trocken, ist Kontrolle. „Die Kunst des Loslassens“ sagt dasselbe von der anderen Seite: Loslassen heißt nicht aufgeben – es ist ein Verzicht auf Kontrolle, ohne in Passivität zu verfallen.
Wenn dein Verstand deinem Leben gerade drei Schritte voraus ist, ist dieser Brief für dich.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Im Moment brauchst du immer wieder nur eines zu wissen: Keep doing what you're doing! Denn du spürst es richtig. Du machst es intuitiv richtig. Du folgst deinem inneren Ruf. Und wie du mittlerweile weisst: Das ist alles, was du tun musst. Das ist genug.
Und erinnere dich immer wieder: Du hast Zeit. Also gehe Schritt für Schritt. Eines nach dem anderen. Denn in dieser Leichtigkeit des Seins passiert es manchmal, dass unser Verstand grosse Zukunftspläne schmiedet und wir uns darin verlieren.
Was sein wird, ist noch nicht. Und was war, ist nicht mehr. Das Einzige, was existiert, ist der jetzige Moment. Und aus dem jetzigen Moment entfaltet sich das Leben. Schritt für Schritt. Moment für Moment. Ganz natürlich. Ganz intuitiv. Unsere innere Stimme gibt uns Abzweigungen, Türen zu neuen Möglichkeiten, die sich erst auf dem Weg ergeben.
Erinnerst du dich: Kreieren ist ein persönlicher Heilprozess, und auf dem Weg verändern wir uns. Wenn wir uns auf dem Weg im Kopf und in der Zukunft aufhalten, planen wir, ohne die Veränderungen auf dem Weg zu gehen. Planen ist nicht intuitiv. Planen ist Kontrolle.
In diesem Moment ist es Zeit, zurück in den jetzigen Moment zu kommen. Loszulassen. Eine absichtslose Offenheit ohne Erwartungen einzunehmen – die innere Stimme wahrzunehmen. Und im Moment zu sein. In der Wahrheit. Und aus diesem Moment heraus zu kreieren – die Zukunft entstehen lassen aus dem Jetzt – statt sie im Kopf zu kontrollieren.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

