Fordere deinen Weg ein.
Über das erste Mal, völlig frei aus dem Herzen zu kreieren – und darüber, die Art des Seins radikal einzufordern, die es fließen lässt.
Als dieser Brief kam, war ich schon halb aus dem Stuhl. Ich hatte angefangen zu kreieren – wirklich zu kreieren, frei, aus dem Herzen, zum ersten Mal – und der Sog, wieder daran zu gehen, war stärker als das Ritual, mich hinzusetzen und zu fragen. Der Brief antwortet genau auf diese Ungeduld: Das Gefühl stimmt. Geh.
Dann geht er weiter, und das ist die Stelle, die ich immer wieder lese: Fordere diese Art des Seins ein. Radikal. Schlafe, wenn du müde bist, kreiere, wenn der Drang kommt, tue nichts, wenn gerade nichts getan werden will – und lass nichts davon etwas sein, das in Ordnung gebracht werden müsste. „Der schöpferische Prozess“ sagt: Kreativität folgt deinem inneren Rhythmus, nicht äußeren Erwartungen; dieser Brief ist, wie sich dieser Rhythmus anfühlt – von innen, an einem einzigen Tag.
Wenn deine Tage noch um das herum organisiert sind, was du tun solltest, hat dieser Brief einen anderen Vorschlag.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Du bist auf dem richtigen Weg. Auf DEINEM Weg. Du entdeckst deine künstlerische Seite. Deine Kreativität. Und du gibst ihr Raum. Ja, du spürst es. Zum ersten Mal kreierst du völlig frei aus dem Herzen heraus. Das hat eine ganz andere Qualität. Es ist befreiend. Du kannst du sein. Du entwickelst dich mit dem Kreieren.
Es ist zutiefst heilend und du spürst, dass du von nun an immer so kreierst. Dass du diese Art des Seins radikal einforderst. Deinem ganzen Sein erlaubst, sich zu zeigen und sich zu entfalten. Es vollständig annimmst – ohne es zu verändern. Ohne es „heilen“ zu wollen.
Du lässt es einfach fliessen. Wenn du müde bist, schläfst du. Wenn du den Drang verspürst, kreierst du, und wenn gerade nichts getan werden will – dann tust du nichts. Das ist Hingabe. Gebe dich hin. Mit tiefem Vertrauen. Mit Liebe.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

