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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Die Segel setzen.

Der Leap of Faith ist kein dramatischer Sprung ins Nichts – er heißt ausatmen, das Steuer loslassen und dem Wind folgen.

Bei mir ist gerade vieles in Bewegung – mehr, als ich überblicken kann. Manches davon sehe ich: was ich baue, was draußen ist. Das meiste sehe ich nicht, und ich ertappe mich trotzdem beim Versuch – nachsehen, neu laden, Zahlen hochrechnen für Dinge, die noch gar keine Zahlen haben. Und unter all dem sitzt ein vertrautes Warten: auf den großen Moment, den, in dem ich endlich richtig loslasse.

Der Brief nimmt mir diesen Moment weg. Der Leap of Faith, sagt er, ist kein dramatischer Sprung ins Nichts. Er ist ausatmen, das Steuer loslassen, die Segel richten und dem Wind folgen – ruhig und klar. „Der Sprung“ hat den Sprung von innen beschrieben: das Dunkel, kein Boden, kein Netz. Dieser Brief schaut auf dieselbe Bewegung von der anderen Seite und findet darin überhaupt kein Drama. Das Drama gehört der Angst, dem Wollen und der Kontrolle. „Die Kunst des Loslassens“ sagt dasselbe bei Tageslicht: Loslassen heißt nicht, nichts zu tun – es heißt, zu handeln, ohne den Drang, alles kontrollieren zu müssen.

Wenn du für deinen eigenen großen Moment schon lange die Luft anhältst, sagt dir dieser Brief: Du kannst damit aufhören. Atme aus. Das an sich ist bereits der Leap of Faith.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Es ist so vieles in Bewegung. Manches ist dir bewusst und für dich sichtbar. Das allermeiste findet im Verborgenen statt. Versuche also gar nicht erst, alles zu verstehen und schon gar nicht, etwas davon zu kontrollieren.

Was wir dich aber wissen lassen möchten: Du bist auf dem richtigen Weg. Auf deinem Weg. Jetzt gerade. In diesem Moment. Lass deine Angst dich nicht vom Gegenteil überzeugen. Und lass dein Wollen nicht versuchen, die Kontrolle zu übernehmen. Sondern lass dich einfach darauf ein.

Atme aus. Lass das Steuer los. Richte die Segel und folge dem Wind. Das an sich ist bereits dieser „Leap of faith“, von dem wir immer sprechen. Kein dramatischer Sprung ins Nichts. Keine „alles oder nichts“-Wette, die du eingehen musst.

Loslassen und Hingabe ist nie dramatisch. Sondern ruhig und klar. Angst, Wollen und Kontrolle sind dramatisch. Ein wichtiger Unterschied. Denn Leichtigkeit findet sich nicht in einem dramatischen Test.

Du kannst das Universum nicht testen. Es nicht herausfordern. Genauso wenig, wie du mit einem Stein boxen kannst. Das Universum ist einfach. Und es testet auch dich nicht. Es ist einfach da. Und wartet geduldig auf dich. Bis du es spüren kannst. Bis du es sehen kannst.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

Brief für Brief:

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Wie die Sonne

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Der Sprung
Du weißt, wonach deine innere Stimme ruft – es sind die Was-wenn-Fragen, die dich an der Kante halten. Ein Brief über den Leap of Faith und die Hand hinter der Angst.
Die Kunst des Loslassens
Loslassen heißt nicht aufgeben. Wie der Verzicht auf Kontrolle zu mehr Freiheit, Vertrauen und innerer Ruhe führt – ohne in Passivität zu verfallen.

Wenn Du neu hier bist: Diese Briefe sind Teil einer täglichen Schreibpraxis. Hier weiterlesen.

Nachrichten aus dem Nirgendwo
Eine tägliche Praxis: Ich stelle eine Frage – an das Universum, an die Liebe, an das große Nirgendwo – und schreibe die Antwort auf, die kommt. Hier sind die, in denen es ums Kreieren geht.