Blogübersicht
Nachrichten aus dem Nirgendwo

Wie die Sonne.

Ob das, was du machst, jemanden erreicht, liegt nicht in deiner Kontrolle – mach es, versteck es nicht, biete es an, ohne zu wollen, und lass los.

Ich habe inzwischen viel gemacht – Texte, diese Seite, die Briefe darauf. Sie sind fertig, und sie sind draußen. Und irgendwann kam die Frage, um die ich seit Monaten herumgeschlichen war, ganz direkt heraus: Wie erreiche ich Menschen? Wie bekommt irgendjemand das alles überhaupt zu sehen?

Die Antwort beginnt mit einer Absage: Gar nicht. Nicht, weil es aussichtslos wäre, sondern weil die Frage schon ein „desired outcome“ in sich trägt – und „Wenn die Angst zurückkehrt“ hat gesagt, was dann passiert: Wollen führt zu Erwartung, und Erwartung nährt die Angst. Der Artikel endet auf einer Zeile, die dieser Brief aufnimmt: Das, was durch dich in diese Welt kommen will, wird seinen Weg finden. Der Brief zeigt, wie das von der machenden Seite aus aussieht – folge der Sehnsucht, mach das Ding, versteck es nicht, und überlass das Finden den anderen.

Mir fällt auf, dass die Frage jedes Mal zurückkommt, wenn etwas fertig ist. Also steht sie hier, unverblümt gestellt und unverblümt beantwortet. Die Antwort war nicht die, die ich hören wollte – und sie ist die, die ich gebraucht habe.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Du stellst die falsche Frage: „Wie kann ich Menschen erreichen?“ definiert in sich bereits das Ergebnis. Du fragst lediglich, wie du dieses Ergebnis erreichen kannst. Und darauf ist unsere Antwort: Gar nicht. Du weisst ja, hab kein „desired outcome“. Sei offen für das Ergebnis und auch für das „Wie“. Lass beides erst einmal ganz los. Erst dann bist du bereit zu empfangen.

Eine offenere Frage könnte lauten: „Was möchtest du mich zum Erreichen von Menschen wissen lassen?“ Und auf diese Frage gibt es weit mehr zu antworten.

Und du ahnst es schon: Ob dein Schaffen Menschen erreicht oder nicht, liegt nicht in deiner Kontrolle. Es gibt unendlich viele Arten, wie etwas, das du kreierst, mit jemandem resoniert oder eben nicht resoniert. Es gibt unendlich viele Wege, wie Menschen zu dir finden können – oder eben nicht. Nichts davon ist in deiner Kontrolle.

Deine Aufgabe ist es lediglich, deiner Sehnsucht zu folgen. Deine innere Wahrheit zum Ausdruck zu bringen. Aus Liebe. Ohne Erwartung. Das, was dabei entsteht, ist einfach. Es ist weder nützlich noch nutzlos – es ist einfach ein Ausdruck von dir. Mehr muss es nicht sein. Es ist in sich vollkommen. Es macht keine Annahme darüber, ob es jemand anderen berühren mag oder nicht.

Genauso, wie ein Sonnenuntergang nicht versucht, schön zu sein, oder sich den Menschen aufdrängt. Die Sonne will nichts. Sie ist einfach. Sie versteckt sich auch nicht. Sie ist einfach da. Bietet sich an, ohne zu wollen. Ohne Ergebnis. Und doch finden Menschen zu ihr. Sind von ihr angezogen. Treten in Resonanz mit ihr.

Also: Alles, was du tun kannst, ist sein. Kreieren. Und deine Kreationen sein lassen. Und dann: Verstecke sie nicht. Biete sie einfach an. Ganz ohne zu wollen. Lass sie da sein. Sichtbar. Und dann lass los. Vielleicht, vielleicht findet jemand Resonanz darin.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

Brief für Brief:

Voriger Brief
Das Abbild der Sehnsucht

Weiterlesen

Wenn die Angst zurückkehrt
Ein Werkzeug für die Momente, in denen die Angst Dich wieder erfasst. Verfolge sie zurück zu ihrer Wurzel – und finde zurück zur Leichtigkeit Deiner inneren Stimme.

Wenn Du neu hier bist: Diese Briefe sind Teil einer täglichen Schreibpraxis. Hier weiterlesen.

Nachrichten aus dem Nirgendwo
Eine tägliche Praxis: Ich stelle eine Frage – an das Universum, an die Liebe, an das große Nirgendwo – und schreibe die Antwort auf, die kommt. Hier sind die, in denen es ums Kreieren geht.