Das Abbild der Sehnsucht.
Dein Kreieren ist ein Ausdruck deiner selbst – mehr muss es nicht sein; mehr kann es sein, aber das lag nie in deiner Kontrolle.
Ich habe nach einem Projekt gefragt, an dem ich gerade baue – etwas, das mir am Herzen liegt und das ich gut machen will. Und unter dieser Frage saß, wenn ich ehrlich bin, noch eine andere: Wird es nützlich sein? Wird es jemandem gefallen? Die alte Gewohnheit, etwas zu machen und dabei mit einem Auge darauf zu schielen, wie es ankommen wird.
Die Antwort war eine Erinnerung, keine Neuigkeit: Kreiere aus Liebe, aus Inspiration – und bleib dem Ergebnis gegenüber völlig absichtslos. Es ist dieselbe Einladung, mit der „Der schöpferische Prozess“ beginnt: Fang ohne Erwartungen an, lass das Unperfekte Teil davon sein. Dieser Brief trägt sie bis zum Ende – bis zu dem Moment, in dem du fertig bist, und dem Moment, in dem du loslässt, was du gemacht hast.
Geschrieben wurde er an mich, über ein einzelnes Projekt. Gemeint ist er für alle, die irgendetwas erschaffen.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Wir möchten dich an Folgendes erinnern: „I have no desired outcome“. Sei absichtslos.
Kreiere aus Liebe, aus Inspiration – aber sei völlig absichtslos gegenüber dem Ergebnis. Wenn es sich für dich stimmig anfühlt, dann ist es stimmig.
Dein Kreieren ist ein Ausdruck deiner selbst. Mehr muss es nicht sein. Mehr kann es sein – aber das ist nicht in deiner Kontrolle.
Kreiere das Abbild deiner Sehnsucht. Dessen, was entstehen will. Mach es deiner Intuition folgend. Aus deinem Innersten heraus. Solange es sich leicht anfühlt.
Und wenn du fertig bist: Lass los. Ob es jemand anderem gefällt oder für jemand anderen nützlich ist, ist nicht in deiner Kontrolle und für dich zu entscheiden. Fokussiere auf das, was aus dir entstehen will. Teile es. Und dann lass es los. Mehr brauchst du nicht zu tun.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan