Perfektes Chaos.
Ein Brief über das Spiel in allem – und darüber, ihm mit Leichtigkeit als Kompass zu folgen.
In manchen Wochen wird alles ernst, was ich anfasse. Die Seite, der Posteingang, der Familienkalender – alles ist wichtig, alles ist zerbrechlich, alles halte ich zusammen. Ich ertappe mich dabei, wie ich durch mein eigenes Leben gehe wie ein Bauleiter bei der Endabnahme.
Der Brief löst genau diesen Griff: Das Universum ist ein einziges großes Spiel – alles spielt mit allem, stößt zusammen, fällt auseinander, ordnet sich neu. Ein wunderbares, perfektes Chaos, das sich nicht kontrollieren lässt und nichts anderes sein muss. Und du stehst nicht außerhalb und hältst es zusammen – du bist es. „Angst und Kontrolle“ hat die Illusion zerlegt, dass wir je etwas davon im Griff hatten; dieser Brief geht noch einen Schritt weiter ins Leichte: Lös nicht nur den Griff – spiel mit. „Der Tanz“ kennt diese Bewegung gut.
Wenn dir zuletzt alles ernst geworden ist, lies diesen Brief. Er ist eine offene Tür.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Hin und wieder ist es Zeit, die Dinge nicht so ernst zu nehmen. Alles als Spiel zu erkennen und das Spiel in allem wahrzunehmen. Das Universum ist ein einziges grosses Spiel. Alles spielt mit allem. Interagiert. Experimentiert. Stösst zusammen. Fällt auseinander. Ordnet sich neu. Entsteht wieder. Ein stetiger Wandel. Ein wunderbares, perfektes Chaos. Hin und wieder ist es Zeit, dieses Chaos zu erkennen. Und zu erkennen, dass man Teil davon ist, dass du dieses Chaos bist. Und dass dieses Chaos sich nicht kontrollieren lässt. Es muss nichts anderes sein. Es ist weder gut noch schlecht. Es ist einfach. Seine blosse Existenz ist genug. Ein Chaos aus Spiel. Aus Neugier. Aus Liebe und Licht. Gib dich diesem Chaos hin, lass dich führen. Folge dem Spiel mit Leichtigkeit als Kompass. Ohne Erwartung. Ohne Wertung. Mit neugieriger Hingabe.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan