Kein Orakel.
Wenn du um Antworten bittest, will das Nirgendwo nicht dein Orakel sein – es lehrt dich, dich selbst zu hören.
Die Frage, die ich an jenem Morgen mitbrachte, war praktisch: Leben und Arbeit – wie soll es damit weitergehen? Was ich wollte, waren Anweisungen. Ein Plan, ein Urteil, ein Orakel.
Die Antwort lehnt die Rolle ab. Wir sind nicht hier, um dein Orakel zu sein, sagt sie – wir sind hier, um dich zu lehren, dich selbst zu hören. „Höre dich selbst“ hat denselben Punkt von der anderen Seite gemacht: Die Stimme spricht schon die ganze Zeit zu dir, und sie hören zu lernen heißt, endlich dich selbst zu hören. Dieser Brief fügt die zweite Hälfte hinzu: Nach dem Hören kommt das Handeln – aus Ruhe, aus Klarheit, mutig und bestimmt.
Wenn du darauf gewartet hast, dass dir jemand sagt, was du tun sollst – das hier ist die Antwort, die du wirklich brauchst.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Folge der Leichtigkeit, folge deiner Intuition und deinem Gefühl. Merkst du es? Wir sind nicht hier, um dein Orakel zu sein. Zumindest in diesem Moment nicht. Wir sind hier, um dich zu lehren, dich selbst zu hören, auf diese Stimme zu vertrauen und ihr mit Hingabe zu folgen. Und das gilt grundsätzlich für alle deine Themen. Höre in dich hinein. Komm in diese Ruhe und Klarheit und dann handle aus dieser Klarheit. Mutig und bestimmt.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

