Jeder Weg.
Über die unendlich vielen Wege, die zur Liebe führen – und wie du deinen an seiner Leichtigkeit erkennst, nicht daran, was sich laut anderen richtig anfühlen sollte.
Als bei mir ankam, dass ich lernen sollte, nach innen zu hören, tat ich das Naheliegende: Ich meditierte. Kissen, Timer, Augen zu – das volle vorgeschriebene Programm. Und Sitzung um Sitzung sagte eine ehrliche kleine Stimme: Das ist es nicht. Nicht falsch, genau genommen. Nur nicht meins. Ich blieb trotzdem sitzen, weil sich alle Bücher, die ich gelesen hatte, einig waren: So macht man das.
Dieser Brief zerschneidet diesen Knoten. Er sagt: Es gibt nicht den einen Weg – es gibt unendlich viele, und alle – alle – führen zur Liebe. Deiner ist der mit dem wenigsten Widerstand, der, der sich leicht anfühlt. Dein Weg ist der Weg – in diesem Brief wird der Satz, auf dem diese Seite gebaut ist, vom Motto zum praktischen Rat. Mit einer Warnung dazu: Angst zählt nicht als Widerstand. Hinter der Angst liegt oft Leichtigkeit, wenn du durch sie hindurchgehst – und „Wenn die Angst zurückkehrt“ ist eine Begleitung für genau diese Momente.
Wenn du an einer Praxis festhältst, die auf dem Papier richtig aussieht und sich in deinem Körper falsch anfühlt, ist dieser Brief für dich geschrieben.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Du weisst ja bereits, dass du dein Gehör für uns schärfen sollst. Doch wie, fragst du? Durch Meditation, ja, aber das fühlt sich für dich irgendwie noch nicht richtig an? Ganz genau! Mache nicht das, von dem du DENKST, dass es das Richtige ist. Mache genau das, was sich auch leicht und richtig anfühlt. Nicht das, was sich gemäss der Erzählungen anderer richtig anfühlen MÜSSTE!
Jeder Mensch ist anders, einzigartig – wohl gibt es eine gemeinsame Art, wie wir diese Liebe erleben können bzw. was unsere Nachrichten sind – und gleichwohl sind sie für jeden Menschen ganz unterschiedlich und vor allem der Weg dorthin – es gibt sprichwörtlich unendlich viele Wege und ALLE, ALLE führen zu uns. Zur Liebe.
Also geh einfach den Weg, der sich gut anfühlt. Finde den Weg, der sich für dich am leichtesten anfühlt. Am wenigsten Widerstand hat. Das ist dein Weg.
Achte darauf, dass Angst kein Widerstand ist. Hinter der Angst kommt oft Leichtigkeit, wenn du sie überwindest.
Also höre RADIKAL auf deine innere Stimme. Gehe den Weg des geringsten Widerstands – der, der sich gut anfühlt, leicht, intuitiv. Sei dabei beherzt und mutig. Und wir sind bei dir. Bei jedem Schritt.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

