Wenn ich gross bin.
Du musst nicht wissen, wer du sein willst – nicht mit 18 und nicht mit 33.

Mit achtzehn drückt dir niemand eine Gebrauchsanweisung in die Hand. Eben noch Hausaufgaben und Schulferien, plötzlich sollst du wissen, was du studieren willst, wo du arbeiten wirst, was eine Steuererklärung ist. Diese Jahre werden gern als Freiheit romantisiert. Bella nennt sie das, was sie oft waren: Überleben.
Was sie seither gefunden hat, ist kein Fünfjahresplan. Es ist eine andere Haltung zur Frage selbst: Dinge anprobieren mit Neugier statt Panik – wählen, und wieder wählen. Genau davon handelt „Hingabe & Entscheidung: Die Kunst des Gleichgewichts“: Ein bewusstes Leben ist weder Kontrolle noch Treibenlassen, und keine Wahl ist endgültig. Du darfst jeden Tag jemand leicht anderes sein.
Sie schreibt das mit einem Grinsen, Zombie-Emoji inklusive. Lass dich davon nicht täuschen – der Boden darunter trägt.
🧟♀️ Teenager
Vor kurzem haben mein Mann und ich – und später auch meine Mama – über das Thema Teenagerjahre gesprochen.
Für mich war die Zeit von 17–18 bis 27, gelinde gesagt, nicht die angenehmste.
Die meiste Zeit leidest du, baust Mist, überlebst,
versuchst zu verstehen, wer du bist, wo du arbeiten sollst, was du mit diesem Leben anfangen sollst.
Bei meinem Mann dieselben Jahre – ungefähr dasselbe Gefühl.
Meine Mama hat früher geheiratet, aber sie sagt, das Leben vor der Ehe war auch kein Zuckerschlecken.
Mir scheint, das Leben beginnt so richtig erst nach 30.
Du prüfst deinen Körper und deine Psyche nicht mehr auf Belastbarkeit.
Du weisst ungefähr, was du willst.
Vielleicht gibt es eine Ehe, Kinder, eine Arbeit, die du liebst,
oder wenigstens das Gefühl, dass du etwas in dir grossgezogen hast.
Nach 30 überlebst du nicht mehr, sondern beginnst, die Ernte einzufahren –
und, was wichtig ist, du vergisst nicht, neu zu pflanzen.
Warum ist die Teenagerzeit so schwer?
Du verwandelst dich schlagartig vom Schulkind mit Hausaufgaben und Ferien in einen Menschen, der wissen soll:
wer er sein will, wohin er sich bewerben soll und was ein Lohnausweis ist 🙈😀
Man bereitet uns überhaupt nicht auf das Erwachsenenleben vor.
Irgendwann heisst es einfach:
„Das war's. Du bist erwachsen. Entscheide selbst.“
Und ich bin jetzt 33.
Und ehrlich gesagt weiss ich bis heute nicht, wer ich sein will, wenn ich gross bin.
Aber das macht mir jetzt keine Angst mehr.
Ich schalte einfach mein inneres Kind ein.
Ich probiere aus. Ich erkunde. Ich probiere an.
Mit Neugier. Ohne Hysterie. Manchmal – mit Freude.
Und vielleicht ist genau das das Geheimnis:
aufzuhören, nach dem „wer ich sein soll“ zu suchen –
und einfach ich selbst zu sein. Auch wenn jeden Tag eine andere.💕
Danke fürs Lesen.
Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.
– Jan