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Mit Zärtlichkeit zu dir

Der Kontrolleur geht.

Die Umarmung einer Fremden an einem McDonald's-Tisch öffnet alles auf einmal – Sterblichkeit, Akzeptanz und einen inneren Kontrolleur, der in Echtzeit kündigt.

Dieser Post kommt mitten aus dem Geschehen, nicht aus dem Danach. Ein Abendessen bei McDonald's, eine Mitarbeiterin, die nach draussen geht und an einem der Tische ihre weinende Tochter umarmt – und Bella sitzt plötzlich selbst in Tränen, und alles kommt auf einmal hoch: die Hilflosigkeit, sterblich zu sein in einer Welt, die sich nicht kontrollieren lässt, die Trauer, dass ihre Tochter eines Tages ohne sie sein könnte, und – in derselben Welle – wie sehr sie liebt, wer sie geworden ist.

Der Satz, der die Verschiebung benennt, ist klein und riesig zugleich: mein innerer Kontrolleur hat beschlossen zu gehen. Was an seine Stelle tritt, ist kein Chaos, sondern Erlaubnis – Emotionen, die ausgesprochen statt gespeichert werden, Tränen, die sein dürfen, Wut, die laut gesagt wird, nichts mehr, das im Körper gehalten wird. „Angst und Kontrolle“ beschreibt genau diesen Tausch: Die Aufgabe des Kontrolleurs war immer Schutz – und wovor er schützte, war das Fühlen. Sie sieht ihm in Echtzeit dabei zu, wie er kündigt.

Sie bindet den Post nicht mit einer Lektion ab – die Achterbahn fährt noch, und sie sagt, sie wird weiter laut entwirren. Diese Ehrlichkeit über das Mittendrin ist das Geschenk.

Seien wir mal ehrlich.

Ich schreibe die ganze Zeit über Veränderungen in der Vergangenheit, über irgendwelche leichten Praktiken. Heute teile ich, was im „Jetzt“ passiert.

Heute haben wir beschlossen, bei McDonald's zu Abend zu essen. Wir sitzen da mit Mann und Tochter, alles gut. Plötzlich sehe ich, wie eine McDonald's-Mitarbeiterin nach draussen kommt, zu einem Tisch geht und ein Mädchen umarmt. Dort sass ihr Mann mit Sohn und Tochter. Sie hat sie so zärtlich umarmt, ihr die Tränen abgewischt, dass ich zu weinen anfing. Und wie es nur so aus mir rausgeflossen ist🙈

Ich habe verstanden, dass bei mir gerade so ein Überdenken von allem läuft. Da war ein Gefühl, als hätte ich verstanden, wie hilflos ich in dieser Welt bin, und mein innerer Kontrolleur hat beschlossen zu gehen; ich wurde traurig, dass ich jeden Moment sterben könnte und meine Sara ohne Mama bleiben würde. Die Akzeptanz meines Körpers und meiner selbst hat eingesetzt. Es platzte fast aus mir heraus, wie grossartig ich bin. Wie viele Freunde ich habe, treue, echte, wie ich Menschen zusammenbringe, was für ein grosses Herz ich habe. Da kam der Wunsch, unseren Planeten zu umarmen, ein Ganzes zu werden. Die Akzeptanz meiner Emotionen – ich halte sie nicht mehr im Körper. Ja, ich bin emotional, sentimental, ich kann vor Rührung weinen. Ich sage es, wenn ich wütend bin, wenn ich traurig bin, und ich will nichts in meinem Körper halten.

Übrigens: So sehr viele sie auch nicht mögen – Buzova ist in dieser Hinsicht ein perfektes Beispiel. Sie hält ihre Emotionen nicht fest: will sie weinen – weint sie, will sie lachen – lacht sie. Über sich selbst Witze machen kann sie auch. Das können nicht alle, aber es ist eine sehr wichtige Fähigkeit, für euren Körper zuallererst. Viele Krankheiten kommen, wie wir wissen, vom Kopf😢.

Und diese ganze Achterbahn habe ich heute auf ihrem Höhepunkt erlebt, obwohl sie schon gestern losgegangen ist. Erst mal werde ich weiter in meinen Emotionen graben, analysieren und teilen, wie ich Antworten suche und mein Knäuel aus Emotionen entwirre.

Gute Nacht euch allen🩷

Übersetzt aus dem Russischen
von Bella

Danke fürs Lesen.

Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.

– Jan

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Dieser Beitrag auf Telegram, so wie Bella ihn veröffentlicht hat – auf Russisch.
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Angst und Kontrolle
Wenn Angst uns lenkt, klammern wir uns an Kontrolle. Doch Kontrolle ist eine Illusion – und es gibt einen Weg aus diesem Kreislauf.

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