Keine Strafe.
Alles, was wir ausstrahlen, kehrt zurück – die Frage ist nie die Strafe, sondern nur, was wir säen.

„Mach etwas Schlechtes – und es kommt zurück“ – das ist das Karma, mit dem die meisten von uns aufgewachsen sind, ein kosmischer Buchhalter mit langem Gedächtnis. Bella braucht drei kurze Absätze, um diese Version beiseitezulegen.
Ihre Deutung geht denselben Weg wie „Karma“ auf dieser Website: In seiner ursprünglichen Bedeutung ist Karma absichtsvolle Handlung – jede Tat, jedes Wort, jeder Gedanke, der aus einer Absicht geboren ist, pflanzt einen Samen, und Samen tragen Früchte, wenn ihre Zeit kommt. Keine Vergeltung – die natürliche Antwort der Welt. Und sie fügt einen Faden hinzu, den ich vorher nie danebengelegt hatte: das jüdische Prinzip von Mass für Mass, bei dem das, was zurückkehrt, mit der Chance kommt, zu verstehen, zu korrigieren, es anders zu machen. Rückkehr als Einladung, nicht als Urteil.
Der Post endet bei der säenden Hand – dort, wo auch der Artikel endet. Was zurückkommt, ist nicht die Frage. Was wir säen, schon.
🌸 Bei Karma geht es nicht um Strafe
Im Volksmund kennt man Karma so: „mach etwas Schlechtes – und es kommt zurück“. Aber in Wirklichkeit geht es bei Karma nicht um Rache, sondern um das Gesetz von Ursache und Wirkung.
Im Buddhismus ist Karma jede Handlung, jedes Wort oder jeder Gedanke, der aus einer Absicht geboren ist. Alles, was wir tun, erschafft Samen, und wenn die Zeit kommt, tragen sie Früchte. Keine Vergeltung, sondern die natürliche Antwort der Welt.
Im Judentum drückt sich ein ähnlicher Sinn im Prinzip „Mass für Mass“ aus: Unsere Taten kehren zu uns zurück, aber durch die Möglichkeit zu erkennen, zu korrigieren, es anders zu machen.
Bei Karma geht es nicht um „Strafe“.
Es geht darum, dass alles, was wir ausstrahlen, zurückkehrt. Und was genau wir säen, hängt allein von uns ab.
Danke fürs Lesen.
Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.
– Jan