Kein Löwe.
Das Gnu fragt nie, warum es kein Löwe ist – es lebt einfach, und das ist genug.

Wieder Naturdokus – und wieder steckt in ihnen mehr, als sie versprechen. Ein Löwe ist für die Jagd gebaut: Nachtsicht, Fangzähne, der ganze Körper ein Instrument. Das Gnu nicht. Und das Gnu, bemerkt Bella, fragt kein einziges Mal, warum es kein Löwe ist.
Wir tun es ständig – vergleichen, biegen uns nach Erwartungen zurecht, sortieren uns unter „nicht genug“ ein. Ihre Antwort ist der Satz, den diese Seite so lange wiederholt, bis er geglaubt wird: du selbst zu sein ist schon genug. „Lebendig werden“ reicht dieselbe Medizin in fast denselben Worten – du wirst lebendiger durch Annahme, durch Grenzen und durch Hingabe, nicht indem du einem Leben nachjagst, das nie deins war.
Lies den Beitrag, atme aus – und lass dem Löwen seinen Job.
🌸 Und was, wenn du kein Löwe bist?
Im Universum hat jeder seine Rolle.
Alles ist an seinem Platz. Alles verläuft in Zyklen.
Da ist zum Beispiel der Löwe. Er ist ein Jäger.
Er hat Nachtsicht und scharfe Fangzähne, einen Körper, geschaffen für die Jagd.
Er ist geboren, um ein Löwe zu sein.
Und dann gibt es das Gnu. Gnus sind Beute.
Es kann ein ganzes Leben leben und an Altersschwäche sterben. Oder es wird gefressen. Es stellt sich nicht die Frage:
„Warum bin ich kein Löwe?“ Es lebt einfach sein Leben mit Genuss, solange es kann.
Und wir versuchen die ganze Zeit, Löwen zu sein. Oder Tiger. Oder sonst jemand, der wir nicht sind.
Wir vergleichen die ganze Zeit,
versuchen, uns zu verändern, uns an irgendjemandes Erwartungen anzupassen.
Wir beschliessen, dass wir „nicht genug“ sind.
Wir vergessen: du selbst zu sein ist schon genug.
Mir scheint, wir haben solche Angst, die Erwartungen der anderen (und unsere eigenen) zu enttäuschen, dass wir vergessen zu leben.
Ohne Bewertung. Ohne Rolle.
Doch wenn wir uns erlauben, das Gnu zu sein und nicht der Löwe –
atmen wir aus.
Wir setzen unser „Ich“ frei.
Und wir verschmelzen mit dem Universum. Und gewinnen dabei unglaubliche Kraft.
Danke fürs Lesen.
Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.
– Jan