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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Der falsche Ort.

Kämpfen ist Wollen, und Aufgeben ist auch Wollen – der Ausweg aus beidem ist, dich neu nach dem auszurichten, was sich leicht anfühlt.

Es gibt Situationen, in die ich immer wieder mit denselben zwei Optionen hineingehe: dagegenhalten oder runterschlucken. Das Kämpfen erschöpft mich; das Runterschlucken schmeckt nach Niederlage. Ich habe ganze Jahreszeiten damit verbracht, zwischen beidem hin und her zu wechseln – und das Wechseln „meine Kämpfe wählen“ genannt.

Der Brief nimmt die ganze Auswahl vom Tisch. Jeder Kampf ist Ego, sagt er – Kampf ist Wollen. Aber hier der knifflige Punkt: Runterschlucken ist auch keine Hingabe. Nichts neu ausgerichtet, nichts geändert, keine Verantwortung übernommen – nicht kämpfen zu wollen ist immer noch Wollen, immer noch Kontrolle. Ohnmacht. Und dann der Satz, der alles neu einordnet: Wenn eine Situation dich immer wieder zwingt, zwischen Kämpfen und Aufgeben zu wählen, bist du am falschen Ort. „Weiterziehen“ weiß, was daraus folgt; „Innerer Widerstand“ kennt den Kampf selbst von innen.

Der Ausweg ist keine der beiden Optionen – er ist radikale Neuausrichtung: Sei ehrlich damit, was sich besser anfühlt, wähle es, und gib dich der Leichtigkeit hin. Der Brief endet auf Englisch, mit einer Anweisung, die klein genug ist, um sie den ganzen Tag bei sich zu tragen: notice what you notice.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

Kampf ist per se Ego. Jeder Kampf. Hingabe ist Fluss. Leichtigkeit. Kampf ist schwer, Kampf ist wollen. Nur wenn man etwas will, muss man dafür kämpfen. Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, dann orientiere dich neu. Höre hinein und finde, was sich besser anfühlt. Dann richte dich danach aus. Wenn du in Hingabe bist, im Fluss bist, dann geht es leicht und alles richtet sich danach aus. Es ist einfach. Du folgst der Leichtigkeit.

Siehst du es? Wenn du auf deinem Weg bist, musst du nicht kämpfen.

Nun der knifflige Punkt. Wenn du nicht kämpfst und einfach alles „hinnimmst“, wie fühlt sich das an? Genau. Das fühlt sich nicht gut an. Du hast dich nicht neu ausgerichtet. Du hast nichts geändert. Keine Verantwortung übernommen. Du hast einfach „aufgegeben“. Statt kämpfen zu wollen, willst du jetzt nicht kämpfen. Willst du aufgeben. Das ist immer noch wollen. Immer noch Kontrolle. Das ist Ohnmacht.

Wenn du also in einer Situation bist, in der du immer wieder deine Kämpfe wählen musst oder aufgeben musst. Dann bist du am falschen Ort.

Dann ist es Zeit, deine innere Stimme zu hören und dich wieder nach ihr auszurichten. Radikal. Was fühlt sich besser an? Sei ehrlich zu dir. Und wähle neu. Gib dich der Leichtigkeit hin. Notice what you notice.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Weiterziehen
Du schiebst etwas weiter an, das sich einmal leicht angefühlt hat, und fragst dich, wo es schiefgelaufen ist – ein Brief über das Weiterziehen ohne Urteil, mit der Leichtigkeit als Kompass.
Innerer Widerstand
Klarheit flackert nur, das Lied will sich nicht offenbaren, und du nennst den Stillstand ein Versagen. Ein Brief darüber, dem inneren Widerstand ein volles Daseinsrecht zu geben.

Wenn Du neu hier bist: Diese Briefe sind Teil einer täglichen Schreibpraxis. Hier weiterlesen.

Nachrichten aus dem Nirgendwo
Eine tägliche Praxis: Ich stelle eine Frage – an das Universum, an die Liebe, an das große Nirgendwo – und schreibe die Antwort auf, die kommt. Hier sind die, in denen es ums Kreieren geht.