Ein Akt der Liebe.
Gib dem Teilen dieselbe Hingabe wie dem Machen – es ist Teil des Kreierens, und es verlangt nichts zurück.
Wenn etwas von mir fertig ist, mache ich meistens eines von zwei Dingen: Ich stürze mich sofort ins nächste Projekt, damit ich es nicht zeigen muss, oder ich lege es in eine Schublade, in der ihm nichts passieren kann. Dieser Brief kam genau in diese Pause.
Er sagt zwei Dinge, der Reihe nach. Zuerst: Ruh dich aus – Kreieren kostet auch Kraft, und der nächste Schritt meldet sich von selbst; du musst ihn nicht aus Angst erzwingen. Dann: Teile. Nicht als Marketing, nicht als Test deines Werts, sondern als Teil des Kreierens selbst. „Teilen“ hat es einmal gesagt: Erwarte nichts, erzwinge nichts, lass es ein Spiel sein. Dieser Brief nennt, was Teilen wirklich ist – ein Akt der Liebe. Und auch das Geheimhalten hat einen Namen.
Wenn bei dir etwas Fertiges im Dunkeln liegt: Das hier ist der Schubs – die freundliche Sorte.
Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.
Jetzt ist es an der Zeit, kurz geduldig zu sein. Verfalle nicht in Aktionismus, nur weil du denkst, dass es weitergehen muss. Dass etwas passieren muss. Weil du Angst hast. Kreieren kostet auch Kraft. Gib dir ein paar Tage, um dich zu erholen. Spüre in dich hinein. Und wenn der innere Drang sich wieder meldet, ist es Zeit für den nächsten Schritt. Deine Prozesse brauchen Zeit. Jetzt ist es Zeit, das, was du kreiert hast, zu teilen. Teilen ist essentieller Teil des Prozesses. Teil des Kreierens. Gib auch dem Raum. Gib auch dem Teilen deine Hingabe und Liebe. Teile ganz bewusst. Wenn auch ohne Erwartung. Mit der Bereitschaft, zu geben und loszulassen. Gib Einblicke in den schöpferischen Prozess, wenn es sich richtig anfühlt. Mit Offenheit. Mit Liebe. Kreieren ist Nehmen und Geben zugleich. Durch Teilen geben wir. Lassen andere an unserem Prozess teilhaben – und vielleicht können sie etwas Wichtiges für sich mitnehmen. Teilen ist ein Akt der Liebe. Geheimhalten ist getrieben von Angst. Missgunst. Hab Vertrauen: Wenn es sich richtig anfühlt zu teilen und der Moment es erlaubt, dann ist es auch richtig. Erwarte keine Reaktion. Erwarte nichts. Lass das Universum auf seine Art wirken.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.
Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

