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Mit Zärtlichkeit zu dir

Nicht nach Anleitung.

Es gibt keine perfekte Bewegung und keinen einzig richtigen Weg – du nimmst die Basis und lebst sie auf deine Weise.

Nicht nach Anleitung

Mit etwa zehn kam sie an eine Tanzschule und lernte jede Bewegung genau so auswendig, wie sie gezeigt wurde – und verstand nicht, warum die erste Reihe an Mädchen ging, die ungenau tanzten: mal weicher, mal auf ihre Art, mal mit einem „Fehler“. Dann sah sie es. Sie tanzten mit dem Herzen.

Jahre später kam dieselbe Lektion in ihrer spirituellen Arbeit zurück: Übungen von Mentoren und Heilern, Schritt für Schritt befolgt, funktionierten nicht immer – bis sie aufhörte zu fragen „ist das richtig?“ und anfing zu fragen „tut es mir gut, spricht es mich an?“. „Der Heiler“ erzählt dieselbe Entdeckung aus einem anderen Leben: Niemand kann deine Heilung für dich übernehmen, und die Schritte eines Lehrers ersetzen deine eigenen nicht. Du nimmst die Basis – und lebst sie auf deine Weise.

Ihre innere Musterschülerin empört sich manchmal noch. Immer öfter hört sie sich selbst. Das ist die ganze Praxis.

🌸 Nicht nach Anleitung

Es fühlt sich so an, als würde man uns von klein auf beibringen, „Musterschüler“ zu sein.
Alles nach Anleitung zu machen. Genau. Richtig. Wie „es sich gehört“.

Ich war ungefähr 10, als man mich in die Tanzschule Todes gab. Ich habe dort etwa fünf Jahre getanzt.
Alle kämpften um die erste Reihe.
Ich lernte jede Bewegung auswendig. Genau wie der Lehrer. Bewegung für Bewegung.
Und ich verstand nicht – warum in der ersten Reihe Mädchen standen, die es nicht perfekt machten. Mal weicher. Mal auf ihre Art. Mal mit einem „Fehler“.

Und dann habe ich es verstanden.
Sie tanzen mit dem Herzen.
Ja, sie kennen die Basis. Aber in jeden Tanz brachten sie sich selbst ein. Ein bisschen mehr Flirt. Eine etwas weichere Drehung. Ein wenig Luft in der Bewegung.

Etwas Ähnliches habe ich in der spirituellen Arbeit bemerkt.
Wenn ich Übungen von Mentoren, von Heilern fand – versuchte ich, alles haargenau zu machen. Schritt für Schritt. Nach den Regeln.
Und ehrlich gesagt hat es nicht immer funktioniert.
Bis die Erkenntnis kam: Es geht nicht um „richtig“.
Es geht darum, dass es dir guttut. Dass es dich anspricht.
Du nimmst die Basis – aber du lebst sie auf deine Weise.
Es gibt keine perfekte Bewegung. Es gibt keinen einzig richtigen Weg.

Jeder von uns macht es anders.
Durch sich selbst. Mit den eigenen Händen. Mit dem eigenen Körper. Mit dem eigenen Herzen.

Und ja, diese innere „Musterschülerin“ von mir empört sich manchmal noch.
Aber immer öfter höre ich mich selbst.
Und ich entscheide mich, es auf meine Art zu machen. So, wie es mir passt. So, wie es mir Freude macht.

Und das gilt für alles, was wir anpacken.
Tanz, Arbeit, Kreativität, Putzen, Kochen, der Weg der Selbsterkenntnis –
hab keine Angst, allem, was du tust, ein Stück von dir selbst hinzuzufügen.

Übersetzt aus dem Russischen
von Bella

Danke fürs Lesen.

Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.

– Jan

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Bella geht denselben Weg mit einer ganz anderen Stimme – ehrlich wie ein Tagebuch, mitten aus dem Leben. Ausgewählte Beiträge aus ihrem Telegram-Kanal, übersetzt aus dem Russischen.