Ich selbst sein.
Fertig mit dem Vergleichen, froh für alle, kein fremdes Leben gewollt – ihres, mit seinen Narben und seiner Liebe, gefällt ihr.
Bella beginnt mit einem Satz, der Jahre gebraucht hat, um wahr zu werden: Es interessiert sie nicht mehr, sich mit anderen zu vergleichen. Nicht, weil sie das Rennen aufgegeben hat – sondern weil sie ausgestiegen ist. Ihre Freundinnen sind alle verschieden, schreibt sie, und genau diese Verschiedenheit hält sie seit dreissig Jahren zusammen.
Was sie dann beschreibt, ist die Wurzel dieser Seite, in ihren eigenen Worten gesagt – ein Weg zurück zu dir selbst. Sich selbst kennenlernen, Grenzen aufbauen, in manchen Momenten unbequem sein und sich bei sich behalten; sich selbst Lehrerin, Freundin und Stütze werden. „Ein Ort, der auf dich wartet“ beschreibt dasselbe Heimkommen vom anderen Ende her: einen Ort, an dem das Gewicht des Urteilens von dir abfällt und du dich erinnerst, dass du weit mehr bist, als du bisher gelebt hast – jetzt zugänglich, nicht erst am Ende eines langen Weges.
Sie endet mit vier Worten: lieben und geliebt werden. Besser lässt sich das Ziel nicht zusammenfassen.
Ich selbst sein
Heute ist mir klar geworden, dass es mich nicht mehr interessiert, mich mit anderen zu vergleichen.
Ich bin so, wie ich bin. Mich interessiert, mich selbst besser kennenzulernen. Nicht perfekt sein, nicht interessant oder zu laut – sondern ich selbst sein.
Ich liebe alle meine Freundinnen, und sie sind alle verschieden – genau das bringt uns einander näher. Wir sind verschieden und lernen etwas voneinander.
In gewisser Weise ist es gerade diese Verschiedenheit, die uns einander näherbringt. Wenn sie alle gleich wären, wären wir, fürchte ich, nicht seit 30 Jahren befreundet.
Ich bin mir selbst interessant geworden: mich kennenzulernen, meine Grenzen aufzubauen, in manchen Momenten unbequem zu sein – aber mich bei mir zu behalten. Mich zu schützen – denn wer, wenn nicht ich?
Ich freue mich für meine Freundinnen, ich freue mich für die Menschen, ich lasse mich von ihnen inspirieren – aber ich will ihr Leben nicht, mir gefällt meins. Mit meinen Fehlern, meinen Narben, meinen Leistungen, meinem Erfolg und meiner Liebe.
Ich selbst sein, mich selbst erkennen – das ist das Ziel meines Lebens. Mir selbst Lehrerin, Freundin, Mentorin, Stütze werden.
Lieben und geliebt werden.
Danke fürs Lesen.
Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.
– Jan