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Mit Zärtlichkeit zu dir

Eine Schule fürs Leben.

Niemand bringt uns bei zu sein – die fehlenden Lektionen kommen später, und es ist nie zu spät, sie nachzuholen.

Eine Schule fürs Leben

Achtzehn Jahre lang bekommen wir Unterricht in allem – nur nicht darin, ein Mensch zu sein. Bellas Liste dessen, was die Schule nie behandelt hat, trifft, weil sie so konkret ist: dass deine Grenzen heilig sind, dass „Nein“ eine vollständige Antwort ist, dass für dich selbst zu sorgen eine Pflicht ist, keine Laune.

Zwei Dinge bewahren diesen Post davor, zur Klage zu werden. Sie macht niemandem einen Vorwurf – die Generation ihrer Eltern hat gegeben, was sie konnte. Und sie wartet nicht auf Rettung: „Der Heiler“ erzählt von derselben Entdeckung – dass Heilung nichts ist, was jemand mit dir machen kann. Sie beginnt, wie ihre Mentorin versprochen hat, damit, dass du dich selbst veränderst – und zusiehst, wie sich der Kreis um dich herum verändert.

Fünf, sechs Jahre steckt sie nun in diesen Nachhilfestunden – und meldet sich zurück: Die Hausaufgaben lohnen sich.

🌸 Eine Schule fürs Leben

Heute möchte ich über Bildung sprechen. Aber nicht über Schulen und Universitäten. Sondern über eine Schule fürs Leben. Über persönliches Wachstum. Über inneres Erwachsenwerden.

Von Geburt an bringt man uns bei:
zu sprechen, zu gehen, zu schreiben, zu rechnen,
wir lernen Sprachen, Wissenschaften, Geografie, Geschichte…
Aber niemand bringt uns bei zu sein

Man bringt uns nicht bei:
• Dass man den Po nicht herzeigen muss.
• Dass das, was in deiner Unterhose ist, allein deine Sache ist.
• Dass sich selbst zu lieben kein Egoismus ist.
• Dass deine Grenzen heilig sind.
• Dass man über die Periode ohne Scham sprechen kann und soll.
• Dass „Nein“ eine vollständige Antwort ist.
• Dass Sex nicht nur „den Mann befriedigen“ heisst,
sondern auch, es selbst zu geniessen.
• Dass es dir selbst schadet, allen und jedem gefallen zu wollen.
• Dass für dich selbst zu sorgen eine Pflicht dir selbst gegenüber ist, keine Laune.

Wenn deine Eltern dir all das gegeben haben – dann hast du grosses Glück.
Aber die meisten von uns – besonders die Generation der 90er – haben das nicht bekommen. Und ich mache niemandem einen Vorwurf.
Auch unsere Eltern sind unter harten Bedingungen aufgewachsen. Und sie haben alles gegeben, was sie konnten.

Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern. Und das muss sie auch nicht.
All unsere Wunden, all die fehlenden Lektionen – sie sind unser Weg zur Weisheit, zur Kraft, zu unserem wahren Selbst.

Aber wir können die Zukunft verändern.
Wir können bei uns selbst anfangen.
Bei unserer Familie.
Bei unserem Kind.
Bei unserem „Nein“ dort, wo früher Angst war.

Früher haben mir mein Psychiater und meine Mentorin immer wieder gesagt:

„Veränderst du dich – verändert sich dein Umfeld. Sogar die Familie.“

Damals habe ich das nicht geglaubt.
Aber jetzt, 5–6 Jahre später,
sehe ich, wie sich meine Familie verändert hat, mein Kreis, mein Leben.
Und vor allem – ich selbst.

Es ist nie zu spät anzufangen.
Die Hauptsache ist, die Angst zu überwinden.
Die Angst, den Schmerz zu sehen.
Die Angst, nach innen zu schauen.

Aber wenn du dich traust –
kann das Leben ganz anders werden. Und dich angenehm überraschen.🤗

Übersetzt aus dem Russischen
von Bella

Danke fürs Lesen.

Wenn ihre Worte dich irgendwo erreicht haben, wo meine nicht hinkommen – gut. Dafür ist dieser Blog da. Nimm, was passt, und lass den Rest liegen.

– Jan

Woher das kommt:

Der Originalbeitrag
Dieser Beitrag auf Telegram, so wie Bella ihn veröffentlicht hat – auf Russisch.
С нежностью к себе
Bellas Kanal auf Telegram – alle ihre Beiträge, auf Russisch.

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Der Heiler
Ein Heiler in Costa Rica hat Elizabeth Gilberts schmerzende Füße kein einziges Mal berührt – und sie hörten auf zu schmerzen. Über Heilung als etwas, das niemand an dir tun kann.

Beitrag für Beitrag:

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Mit Zärtlichkeit zu dir
Bella geht denselben Weg mit einer ganz anderen Stimme – ehrlich wie ein Tagebuch, mitten aus dem Leben. Ausgewählte Beiträge aus ihrem Telegram-Kanal, übersetzt aus dem Russischen.