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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Abheben.

Über den stillen Mut, sich selbst aufsteigen zu lassen – und die Freiheit, jeden Teil von dir anzunehmen.

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Es gibt einen Satz, den wir oft hören, gesprochen mit den besten Absichten: „Bleib auf dem Boden." Er klingt nach Weisheit. Er klingt nach Fürsorge. Doch wenn wir ihn zu seiner Wurzel zurückverfolgen, finden wir dort manchmal etwas anderes – eine leise Angst davor, was passieren könnte, wenn wir uns erlauben, uns wirklich lebendig zu fühlen.

Dieses Terrain haben wir in „Angst und Kontrolle" erkundet – wie Angst uns dazu treibt, den Griff zu verstärken, uns zurückzuhalten, uns gegen genau die Lebendigkeit zu wehren, die durch uns hindurchfliessen will. Und in „Hingabe" haben wir gesehen, wie das Loslassen dieses Griffs eine Tür öffnet zu etwas weitaus Tieferem als Sicherheit: Vertrauen. Vertrauen in uns selbst. Vertrauen in das Sich-Entfalten.

Dieser Brief kommt aus genau diesem Ort des Vertrauens. Er spricht zu den Momenten, in denen Freude so stark aufsteigt, dass wir instinktiv zurückweichen – und zu den Momenten, in denen Schwere sich so tief legt, dass wir versuchen, uns hindurchzukämpfen. Beide Impulse kommen aus der gleichen Wurzel: einer Angst, sich dem hinzugeben, was ist. Einem Zögern, uns selbst genau so zu akzeptieren, wie wir sind, gerade jetzt, in diesem Atemzug.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer.

"Auf dem Boden bleiben" ist die ultimative Selbstlimitierung. Ein Glaubenssatz, der impliziert, dass wenn man sich der inneren Freude und Sehnsucht hingibt, dort nichts Gutes wartet.

Dieser Satz fordert nichts anderes als die Unterdrückung deiner Gefühlswelt. Dass du dein inneres Feuer im Keim erstickst – nur weil sonst "etwas passieren könnte".

Wir werden niemals von dir verlangen, dass du dich beschneiden oder limitieren sollst. Alles, was wir dir immer wieder sagen, alles was du tun darfst, ist: Voll und ganz DU sein. Dich voll und ganz akzeptieren. Und ja, hin und wieder hebst du ab und in diesem Abheben kreierst du Grossartiges – diese Seite kannst du einfach für dich akzeptieren. Genauso auch, dass du manchmal kaum hochkommst und alles unerreichbar und sinnlos erscheint – auch das ist ein Teil von dir und du darfst auch diesen Teil voll und ganz akzeptieren.

Wenn du abhebst und mit "Glaubenssätzen" wie "auf dem Boden bleiben" gegensteuerst, dann ist das das Gleiche, wie wenn du erschöpft bist und dich trotzdem zwingen möchtest, kreativ zu sein – du versuchst gegen den Strom zu schwimmen. Zu kontrollieren. Hinter beidem liegt Angst. Angst, dich hinzugeben. Angst, zu vertrauen und deinem inneren Gefühl zu folgen.

Beim Abheben ist es die Angst, es nicht zu verdienen, nicht würdig zu sein. Die Angst, von der Realität eingeholt zu werden. Dahinter verbirgt sich ein Glaubenssatz, dass man es nicht verdient, dass es einem nicht zusteht.

Beim Nicht-Hochkommen und trotzdem kreieren wollen liegt die Angst dahinter, nicht genug zu sein. Die Angst zu versagen. Und deshalb der Drang, leisten zu müssen. Dahinter liegt der versteckte Glaubenssatz, nicht gut genug zu sein. Nur akzeptiert zu sein, wenn man "leistet".

Lass uns dir Folgendes sagen: Du bist genau richtig, so wie du bist. Einfach weil du hier bist. Du musst nichts "verdienen", dir steht bereits alles zu. Immerschon. Und immer. Du bist bereits alles und alles ist Du. Lass los von diesen limitierenden Glaubenssätzen. Gib dich deiner Intuition hin. Lass dich von innen führen. Wenn es sich nach Springen anfühlt, springe! Wenn du schlafen möchtest, schlafe! Kämpfe nicht gegen dich selbst. Statt verkrampft zu sein, entspanne, werde durchlässig. Hör auf dich. Auf deine innere Stimme – und gib dich ihr hin. Im Vertrauen darauf, dass für dich gesorgt ist. Dass du geführt wirst. Dass du auf DEINEM Weg bist. Dass du richtig bist – so wie du bist.

Dass du geliebt bist.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas in Dir Resonanz gefunden hat, lade ich Dich ein, einfach damit zu sein, zu reflektieren oder auf Deine eigene Weise zu antworten – in Gedanken, im Schreiben oder in stiller Präsenz.

Und wenn nicht jetzt, ist das auch vollkommen okay. Es gibt keinen Druck, keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Nachrichten aus dem Nirgendwo
Als spirituelle Praxis schreibe ich mir jeden Tag Briefe in Form sogenannter «Two-way Prayers». Dabei richte ich eine Frage an das Universum, die Liebe – oder einfach an das große “Nirgendwo” – und lasse die Antwort intuitiv entstehen. Hier teile ich ausgewählte Antworten rund um das Thema Kreieren: Inspirationen, Gedanken und kleine Botschaften aus einer Quelle, die größer ist als ich selbst – oder vielleicht auch einfach aus der Tiefe meines Herzens.