Angst neu einordnen.
Eine sanfte Erinnerung daran, dass Angst nicht existieren kann ohne Wollen. Lass das Festhalten an Ergebnissen los und kehre zurück zur Leichtigkeit.
Manchmal muss ein Gedanke mehrfach gehört werden, bevor er wirklich ankommt. In „Wenn die Angst zurückkehrt" haben wir erforscht, wie sich Angst vom Wollen nährt – wie unsere Bindung an bestimmte Ergebnisse genau jene Erwartungen erschafft, die uns in Angst versetzen.
Dieser Brief kam in einem jener Momente, als die Angst sich wieder eingeschlichen hatte. Die vertraute Enge. Die rasenden Gedanken. Und damit kam diese sanfte Erinnerung von jenseits: Verfolge die Angst bis zu ihrer Wurzel, und du wirst dort das Wollen finden.
Liebe Wanderin,
lieber Wanderer.
Du fühlst Angst.
Die Angst, nicht genug zu sein. Nicht zu gefallen. Angst zu versagen.
Dass es dafür rein rational keinen Grund gibt, müssen wir dir inzwischen nicht mehr sagen.
Doch eines sollst du wissen:
Ohne Wollen gibt es keine Angst.
Du willst ein bestimmtes Ergebnis. Daraus entstehen Erwartungen.
Und wenn du das Gefühl hast, diesen Erwartungen nicht zu entsprechen, entsteht Angst.
Deshalb nochmals:
„I have no desired outcome" – ich bin frei von Erwartungen an ein bestimmtes Ergebnis.
Dein Wille und unser Wille sind eins.
Gib dich der Leichtigkeit vollständig hin.
Wenn es sich nicht leicht anfühlt, halte inne und frage dich:
Will ich etwas? Erwarte ich ein bestimmtes Ergebnis?
Dann atme tief durch.
Spüre, was sich leichter anfühlt, und wähle diesen Weg.
So folgst du deiner inneren Stimme.
Deiner Intuition, die dich führt.
So bist du dein wahres Selbst
und lässt einfach geschehen, was durch dich entstehen will.
Mehr brauchst du nicht zu tun.
Schön, dass Du da bist.
Wenn etwas in Dir Resonanz gefunden hat, lade ich Dich ein, einfach damit zu sein, zu reflektieren oder auf Deine eigene Weise zu antworten – in Gedanken, im Schreiben oder in stiller Präsenz.
Und wenn nicht jetzt, ist das auch vollkommen okay. Es gibt keinen Druck, keine Eile.
Bis zum nächsten Mal,
– Jan

