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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Neid.

Neid ist nur eine andere Form von Angst – ein Spiegel, der unsere eigenen Grenzen und die Sehnsucht nach Selbstliebe reflektiert.

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Die meisten unserer inneren Kämpfe haben dieselbe Wurzel: die Sehnsucht, ganz zu sein. Genug zu sein. In uns selbst zu ruhen, ohne zu messen, ohne zu vergleichen, ohne Angst.

Dann kreuzt jemand unseren Weg, der zu haben scheint, was uns fehlt – Frieden, Selbstvertrauen, Leichtigkeit – und etwas in uns zieht sich zusammen. Dieses Zusammenziehen ist Neid. Darunter sitzt ein unerfülltes Bedürfnis: uns selbst vollständig zu akzeptieren. Uns so zu lieben, wie wir sind.

Der Brief ordnet das einfach neu: Neid kann, genau wie Angst, nur dort Wurzeln schlagen, wo wir etwas wollen – wo wir an einer bestimmten Version von uns selbst oder unserem Leben festhalten. In dem Moment, in dem wir diesen Griff lösen und uns dem hingeben, was ist, beginnt auch der Neid sich aufzulösen. Es ist dieselbe Bewegung wie in „Lebendig werden“: bei sich selbst bleiben – das eine Leben leben, das wirklich unseres ist, statt es am Leben der anderen zu messen.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer,

Neid ist auch nur Angst.

Wenn wir jemanden beneiden, dann deshalb, weil wir eine bewusste oder unbewusste Angst vor etwas haben – und die andere Person einen Zustand verkörpert, in dem diese Angst machtlos ist. Den Zustand also, den wir anstreben, aber von dem uns unsere Angst abhält.

Neid ist ein Gefühl, das aufkommt, wenn jemand unsere eigenen Grenzen spiegelt – beziehungsweise die limitierenden Glaubenssätze, die wir uns selbst auferlegt haben.

Das ist die eine Hälfte. Genau wie Angst findet auch Neid nur einen Nährboden, wenn wir etwas wollen. Wenn wir eine Erwartung oder Hoffnung auf einen Soll-Zustand haben. Ohne Wollen, ohne ein gewünschtes Ergebnis, gibt es keine Angst und keinen Neid.

Loslassen, die innere Stimme hören und sich ihr vollständig hingeben – das führt zum Zustand des Ganzseins. Des Sich-selbst-voll-und-ganz-Akzeptierens, in allen Aspekten. Also Selbstliebe.

In diesem Ganzsein kann weder Neid noch Angst existieren. Ein Zustand des Seins – ohne zu wollen. Des Geschehenlassens – statt des Tuns.

Eins sein.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas aus diesen Briefen bei Dir geblieben ist, nimm es mit – denk darüber nach, schreib Deine eigene Antwort oder lass es einfach wirken.

Und wenn nicht heute, ist das auch okay. Es gibt keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

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Lebendig werden
Elizabeth Gilbert fragte die Liebe, wie man lebendiger wird. Die Antwort: bleib bei dir selbst, leg ab, was nie deins war, komm heim – und lass das Leben von innen erblühen.

Brief für Brief:

Stop
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Angst neu einordnen
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Wenn Du neu hier bist: Diese Briefe sind Teil einer täglichen Schreibpraxis. Hier weiterlesen.

Nachrichten aus dem Nirgendwo
Eine tägliche Praxis: Ich stelle eine Frage – an das Universum, an die Liebe, an das große Nirgendwo – und schreibe die Antwort auf, die kommt. Hier sind die, in denen es ums Kreieren geht.