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Nachrichten aus dem Nirgendwo

Neid.

Neid ist nur eine andere Form von Angst – ein Spiegel, der unsere eigenen Grenzen und die Sehnsucht nach Selbstliebe reflektiert.

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Es gibt einen leisen Faden, der sich durch so viele unserer inneren Kämpfe zieht: die Sehnsucht, ganz zu sein. Genug zu sein. In uns selbst zu ruhen, ohne zu messen, ohne zu vergleichen, ohne Angst.

Wenn wir jemandem begegnen, der zu haben scheint, was uns fehlt – Frieden, Selbstvertrauen, Leichtigkeit – zieht sich etwas in uns zusammen. Dieses Zusammenziehen ist Neid. Doch darunter regt sich noch etwas anderes: ein tiefes, unerfülltes Bedürfnis, uns selbst vollständig zu akzeptieren. Uns so zu lieben, wie wir sind.

Dieser Brief bietet eine einfache, aber tiefgreifende Neubetrachtung: Neid kann, genau wie Angst, nur dort Wurzeln schlagen, wo wir etwas wollen. Wo wir an einer bestimmten Version von uns selbst oder unserem Leben festhalten. In dem Moment, in dem wir diesen Griff lösen – in dem Moment, in dem wir loslassen und uns dem hingeben, was ist – beginnt auch der Neid sich aufzulösen.

In der Ganzheit gibt es keinen Neid. In der Selbstliebe gibt es nichts zu vergleichen.

Liebe Wanderin,
Lieber Wanderer,

Neid ist auch nur Angst.

Wenn wir jemanden beneiden, dann deshalb, weil wir eine bewusste oder unbewusste Angst vor etwas haben – und die andere Person einen Zustand verkörpert, in dem diese Angst machtlos ist. Den Zustand also, den wir anstreben, aber von dem uns unsere Angst abhält.

Neid ist ein Gefühl, das aufkommt, wenn jemand unsere eigenen Grenzen spiegelt – beziehungsweise die limitierenden Glaubenssätze, die wir uns selbst auferlegt haben.

Das ist die eine Hälfte. Genau wie Angst findet auch Neid nur einen Nährboden, wenn wir etwas wollen. Wenn wir eine Erwartung oder Hoffnung auf einen Soll-Zustand haben. Ohne Wollen, ohne ein gewünschtes Ergebnis, gibt es keine Angst und keinen Neid.

Loslassen, die innere Stimme hören und sich ihr vollständig hingeben – das führt zum Zustand des Ganzseins. Des Sich-selbst-voll-und-ganz-Akzeptierens, in allen Aspekten. Also Selbstliebe.

In diesem Ganzsein kann weder Neid noch Angst existieren. Ein Zustand des Seins – ohne zu wollen. Des Geschehenlassens – statt des Tuns.

Eins sein.

Schön, dass Du da bist.

Wenn etwas in Dir Resonanz gefunden hat, lade ich Dich ein, einfach damit zu sein, zu reflektieren oder auf Deine eigene Weise zu antworten – in Gedanken, im Schreiben oder in stiller Präsenz.

Und wenn nicht jetzt, ist das auch vollkommen okay. Es gibt keinen Druck, keine Eile.

Bis zum nächsten Mal,
– Jan

Wenn Du neu hier bist: Dieser Raum ist Teil einer fortlaufenden Praxis von intuitivem Schreiben und kreativer Hingabe. Hier weiterlesen.

Nachrichten aus dem Nirgendwo
Als spirituelle Praxis schreibe ich mir jeden Tag Briefe in Form sogenannter «Two-way Prayers». Dabei richte ich eine Frage an das Universum, die Liebe – oder einfach an das große “Nirgendwo” – und lasse die Antwort intuitiv entstehen. Hier teile ich ausgewählte Antworten rund um das Thema Kreieren: Inspirationen, Gedanken und kleine Botschaften aus einer Quelle, die größer ist als ich selbst – oder vielleicht auch einfach aus der Tiefe meines Herzens.